Festnahme in Eitorf

Wie ein Autoverkauf einen Kölner vor der Haft bewahrte

Gelände eines Gebrauchtwagenhändlers in München. Künftig sollen wohl die Verkäufer die Beweislast bei einem Schaden, der innerhalb von sechs Monaten auftritt, tragen.

Symbolfoto.

EITORF. Die Eitorfer Polizei hat am Dienstag einen Kölner festgenommen, der mit Haftbefehl gesucht wurde. Seinen Gang in eine Justizvollzugsanstalt konnte der Mann im letzten Moment abwenden.

Ein 27-jähriger Kölner hat am Dienstagmorgen in letzter Sekunde den Gang in die Haft verhindern können. Wie die Polizei mitteilt, stellten Beamten aus Eitorf bei der Überprüfung der Personalien des Mannes fest, dass er eine wegen eines Drogendeliktes auferlegte Geldstrafe nicht bezahlt hatte und daher per Haftbefehl gesucht wurde. Der Kölner wurde festgenommen und musste die Beamten auf die Wache begleiten.

Dort berichtete er, dass er heute sein Auto verkaufen wolle und mit den potentiellen Käufern verabredet sei. Mit dem Verkaufserlös könne er dann die Geldstrafe bezahlen und so eine Inhaftierung verhindern. Die Polizei erlaubte dem Mann vor der Überstellung in eine Justizvollzugsanstalt mit den Kaufinteressenten zu telefonieren. Die Geschichte des Kölners stellte sich als wahr heraus – die Kaufinteressenten, ein Ehepaar, erklärten sich bereit, den Festgenommenen auf der Wache gegen Zahlung des offenen Betrages auszulösen.

Das Ehepaar kam in die Wache, zahlte einen Teil des vereinbarten Kaufpreises an den Kölner und sorgte so dafür, dass der 27-Jährige seine Geldstrafe begleichen konnte und wieder auf freien Fuß kam. Anschließend wurde das Fahrzeug an seine neuen Besitzer übergeben.