Prozess am Bonner Landgericht

Paar hielt junge Frau in Ruppichteroth gefangen

Symbolbild

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Ruppichteroth/Bonn. Eine 29-jährige Frau muss sich wegen gefährlicher Körperverletzung, sexueller Nötigung, Vergewaltigung sowie Freiheitsberaubung in neun Fällen vor Gericht verantworten. Sie soll ihre Mitbewohnerin mit ihrem damaligen Ehemann eingesperrt und missbraucht haben.

Eine 29-Jährige muss sich ab Dienstag, 16. Januar, vor dem Landgericht Bonn verantworten. Ihr wird vorgeworfen, gemeinsam mit ihrem mittlerweile verstorbenen 48-jährigen Ehemann im Haus des Paares in Ruppichteroth eine damals 23-jährige Mitbewohnerin über Monate misshandelt, sexuell missbraucht und eingesperrt zu haben.

Diese Vorfälle sollen sich laut Landgericht an zwei Tagen im Januar beziehungsweise Februar 2014 ereignet haben. Gelebt hat die Geschädigte mit den Eheleuten im Zeitraum August 2013 bis Februar 2014. Der 23-Jährigen gelang die Flucht, woraufhin die Eheleute sie auf offener Straße bedrohten und entführten. Diesen Vorfall hatten Zeugen beobachtet, und das Amtsgericht Siegburg verurteilte das Ehepaar im Mai 2015 wegen gemeinschaftlicher Freiheitsberaubung zu einer Geldstrafe.

Wegen gefährlicher Körperverletzung, sexueller Nötigung, Vergewaltigung sowie Freiheitsberaubung in neun Fällen hatte danach die Bonner Staatsanwaltschaft die Eheleute angeklagt. Als es im Mai des vergangenen Jahres zu einem Verfahren gegen die beiden ausgebildeten Sanitäter kommen sollte, erreichte die dritte große Strafkammer die Nachricht, dass der 48-Jährige schwer erkrankt sei. Dadurch musste der Prozessauftakt verschoben werden.

Bis einschließlich Dienstag, 13. Februar, ist geplant, die Verhandlung vor der dritten großen Strafkammer des Landgerichts an insgesamt drei weiteren Verhandlungstagen fortzusetzen.