Krankenhaus Eitorf

Gespräche mit Kassen gescheitert - Erhalt weiter ungewiss

Die Geburtsstation am Eitorfer Krankenhaus musste bereits Anfang des Jahres aufgrund der finanziellen Lage des Krankenhauses geschlossen werden.

EITORF. Die Zukunft des Sankt-Franziskus-Krankenhauses in Eitorf ist weiterhin ungewiss. Die Budgetverhandlungen zwischen den Krankenkassen und der Deutschen Klinik Union (DKU), dem Betreiber des Krankenhauses, sind zu keinem Ergebnis gekommen.

Die Klinikleitung hat am Freitag den Antrag zur finanziellen Unterstützung an die Bezirksregierung Köln gestellt.

Jetzt müssen die Kölner prüfen, ob das Krankenhaus für die medizinische Versorgung des östlichen Rhein-Sieg-Kreises unabdingbar ist und somit ein Sicherstellungszuschlag für die Abteilungen "Innere", "Chirurgie" und "Gynäkologie/Geburtshilfe" bewilligt wird. Die Prüfung kann laut Krankenhaus-Leitung bis zu vier Wochen dauern.

Der Bürgermeister der Gemeinde Eitorf, Rüdiger Storch, appelliert gemeinsam mit den Ratsfraktionen an die Bezirksregierung, eine schnelle positive Entscheidung zu treffen. Im Interesse der Menschen im östlichen Rhein-Sieg-Kreis und der vielen Beschäftigten im Krankenhaus sei dies dringend erforderlich.

Die Geburtsstation musste bereits Anfang des Jahres aufgrund der finanziellen Lage des Krankenhauses geschlossen werden. Eitorfer Bürger hatten gegen die Schließung monatelang protestiert. Als Mitte Juni die Klinikleitung eine mögliche Wiedereröffnung der Geburtsstation zum 1. Juli verkündigte, war die Erleichterung groß. Doch die ausgehandelten Verträge mit den Hebammen und den zwei Belegärzten wurden noch nicht unterzeichnet, und auch die Station bleibt trotz neuen Finanzierungskonzepts weiterhin geschlossen.

Dietmar Stephan, Geschäftsführer der DKU, verweist darauf, dass ohne gesicherte Finanzierung des gesamten Krankenhauses auch die Geburtsstation nicht wieder in Betrieb genommen werden könnte.