Keine Fahrerlaubnis

Feuerwehrmann verunglückt auf dem Weg zu Einsatz in Ruppichteroth

Ruppichteroth. Während in Ruppichteroth der Dachstuhl in einem leerstehenden Wohnhaus brennt, verunglückt ein 22-jähriger Feuerwehrmann ohne Fahrerlaubnis auf dem Weg zum Löscheinsatz mit seinem Privatwagen.

Gegen 20 Uhr brach am Freitag ein Brand im Dachstuhl eines seit Jahren leerstehenden Wohnhauses im Ruppichterother Ortsteil Litterscheid nahe Winterscheid aus. Die Alarmierung der Feuerwehr wurde schnell hochgestuft, so daß rund 50 Wehrleute von allen Ruppichterother Standorten und aus Hennef zum Brandort eilten.

Dort mussten sich die Einsatzkräfte erst einen Weg zu dem Haus bahnen, das inmitten eines völlig verwilderten und kaum begehbaren Gartens liegt. Es konnte nicht verhindert werden, dass der Dachstuhl bis auf die Wände des Hauses niederbrannte. Die Löscharbeiten zogen sich bis in die späten Abendstunden hin, die Brandursache ist noch unklar.

Eine zusätzliche Dramatik erhielt der Gebäudebrand, als ein 22-jähriger Feuerwehrmann auf dem Weg vom Gerätehaus in Winterscheid zum Einsatzort mit seinem Privat-PKW verunglückte. Auf einer abschüssigen Straße zwischen dem Ortsteil Schreckenberg und der Kreisstraße 17 im Derenbachtal rutschte sein VW in einer langgezogenen Rechtskurve auf die Gegenspur.

Dort prallte er frontal mit einem Kleinwagen zusammen. Der VW wurde in eine Böschung geschleudert, der entgegenkommende Nissan weit zurückgestoßen. Die Polizei nannte unangepasste Geschwindigkeit auf regennasser Fahrbahn als Unfallursache. Während der Feuerwehrmann nur leicht verletzt wurde, erlitten die beiden Insassen des Kleinwagens - ein 52-jähriger Fahrer und sein 54-jähriger Beifahrer aus Ruppichteroth - schwere Verletzungen. Sie wurden vom Rettungsdienst zur Uniklinik nach Bonn gebracht.

Bei den weiteren Ermittlungen stellte die Polizei fest, dass der 22-Jährige nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis ist. Ein bei ihm durchgeführter Atemalkohol- und Drogentest verlief jedoch negativ. An beiden Fahrzeugen entstand Totalschaden, sie wurden durch Abschleppdienste 
geborgen. Den Sachschaden beziffert die Polizei auf 5500 Euro.