Brand in Lohmar

Feuer zerstört Doppelhaushälfte in Wahlscheid

Lohmar. Sonntagnacht gab es einen Großeinsatz für die Lohmarer Feuerwehr: Eine Doppelhaushälfte mit drei Wohnungen Im Aulerhof in Wahlscheid ist komplett ausgebrannt, 80 Wehrleute waren laut Feuerwehrsprecher Alexander Gehlen seit 4.30 Uhr im Einsatz.

Mehr als sechs Stunden lang ist die Lohmarer Feuerwehr in der Nacht zu gestern beim Brand einer Doppelhaushälfte im Einsatz gewesen. Doch obwohl mehrere Einheiten das Feuer mit insgesamt 80 Wehrleuten bekämpften, konnten sie nicht verhindern, dass die drei Wohnungen im Haus vollständig ausbrannten.

Die Bewohner hatten bereits das brennende Gebäude verlassen, eine Bewohnerin kam mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus. Der Schaden wird auf 200.000 Euro geschätzt.

Um 4.36 Uhr waren die Feuerwehrleute wegen "Rauchentwicklung aus einer Wohnung" zur Straße Im Aueler Hof in Wahlscheid gerufen worden. "Doch noch bevor das erste Fahrzeug ausrückte, hat die Feuer- und Rettungsleitstelle die Alarmstufe auf Großbrand erhöht", berichtete Feuerwehr-Pressesprecher Alexander Gehlen.

Als er mit seinen Leuten eintraf, bot sich ihnen ein furchtbares Bild: Eine Hälfte des Doppelhauses mit drei Wohnungen stand bereits komplett in Flammen. Außerdem breitete sich das Feuer auf die andere Haushälfte und in das Dach aus.

"Da zu diesem Zeitpunkt unklar war, ob sich Menschen im Haus befanden, mussten wir zum einen beide Wohnhäuser kontrollieren, zum anderen parallel mit der Brandbekämpfung beginnen", so Gehlen. Es stellte sich heraus, dass kein Bewohner mehr im Haus war. Nach rund zwei Stunden konnte Einsatzleiter Klaus Boddenberg zwar "Feuer aus" melden, doch die schwierigen Nachlöscharbeiten hielten die Wehrleute noch länger in Atem.

Da die Treppe in der betroffenen Haushälfte ebenfalls verbrannt war, gelangten die Helfer nur über die Drehleiter in die oberen Geschosse. "Um die aufflackernden Glutnester löschen zu können, haben mit Gurten gesicherte Einsatzkräfte das Dach geöffnet", so Gehlen.

Da viel Personal und Atemschutzmasken benötigt wurden, rief der Einsatzleiter noch die Löschgruppe Breidt und den Gerätewagen Atemschutz des Rhein-Sieg-Kreises zu Hilfe. Bis gestern Abend waren Brandwachen vor Ort. Zur Ursache des Feuers ermittelt die Kripo.