Aktion der Gemeinschaftsgrundschule Hanftal

Schüler in Hennef werden zu Schulsanitätern ausgebildet

Üben das richtige Anlegen eines Verbandes (v.l.): Maya und Anna haben sich an der Gemeinschaftsgrundschule Hanftal in Hennef zu Schulsanitätern ausbilden lassen.

Üben das richtige Anlegen eines Verbandes (v.l.): Maya und Anna haben sich an der Gemeinschaftsgrundschule Hanftal in Hennef zu Schulsanitätern ausbilden lassen.

HENNEF. Dritt- und Viertklässler der Gemeinschaftsgrundschule Hanftal in Hennef haben sich zu Schulsanitätern ausbilden lassen. Kleinere Wunden, Nasenbluten oder Blutergüssen sind nun kein Problem mehr für die Mädchen und Jungen.

Wenn es auf dem Schulhof oder im Klassenzimmer zu einem Ernstfall kommt, sind die derzeit 18 Dritt- und Vierklässler der Gemeinschaftsgrundschule (GGS) Hanftal in Hennef bestens ausgebildet: Sie haben an einer Arbeitsgemeinschaft (AG) mit den Themen Erste Hilfe und Schulsanitätsdienst teilgenommen und helfen verletzten Mitschülern etwa in der Pause oder im Unterricht. Kleinere offene Wunden, Blutergüsse oder Nasenbluten – all das ist kein Problem für die Kinder. Mit Unterstützung durch das Deutsche Rote Kreuz (DRK) haben Lehrerin Angela Puzicha und Kathi Schwabe, die in der Offenen Ganztagsschule mitarbeitet, die Schüler der dritten und vierten Klassen über zwei Monate zu Schulsanitätern ausgebildet. Getroffen haben sich die Mädchen und Jungen dafür einmal die Woche in der AG.

„Wir haben den Kindern gezeigt, wie sie jegliche Pflasterverbände anlegen und wann und wie sie Verletzungen kühlen“, sagt Puzicha. „In Rollenspielen haben wir das Gelernte angewendet und vertieft.“ Wichtig sei auch der Umgang mit einem Verletzten, den die Kinder trösten und beruhigen sollten.

Erlebt haben die Schulsanitäter seit Dezember schon einiges: „Ich hatte Dienst auf dem großen Schulhof, und zwei Erstklässler sind hingefallen und hatten Schürfwunden“, sagt Jan. Ein anderes Kind habe „mitten im Unterricht“ plötzlich Nasenbluten gehabt. „Wir haben der Lehrerin gesagt, dass sie dem Kind ein nasses Tuch in den Nacken legen muss.“

Weitere Aktionen sind geplant

Neben dem großen Schulhof gibt es in der GGS Hanftal auch einen kleinen Schulhof. Dort passiert laut Anne eigentlich nie etwas. „Nur einmal hat sich jemand den Fuß umgeknickt, das habe ich sofort gekühlt“, erzählt sie. Wie die stabile Seitenlage funktioniert, übten Puzicha und Schwabe mit den Kindern in der letzten Sitzung Ende Januar. Bestens informiert zeigten sich die kleinen Sanitäter dabei: „Wenn jemand ohnmächtig wird und sich übergeben muss, kann er daran ersticken“, sagt Annika. „Dann muss man ihn in die stabile Seitenlage bringen.“ Nacheinander übten die Kinder zu dritt, wobei eines den Ohnmächtigen spielte und die anderen beiden es in die Seitenlage brachten.

„Die AG findet jedes Halbjahr statt, und so kommen immer neue Schulsanitäter dazu“, so Puzicha. „Das ist auch notwendig, da die Viertklässler ja zum Ende des vierten Schuljahres die Schule verlassen.“ Als nächstes ist ein Treffen geplant, bei dem die Kinder von einer ausgebildeten Person erfahren, wie mit Rettungshunden gearbeitet wird. Zudem wird die DRK- Rettungswache besucht.