Konzert in Hennef

Queenkings vereinen Generationen

Die Queenkings spielten mit ihrem neuen Sänger Sascha Krebs in Hennef.

Die Queenkings spielten mit ihrem neuen Sänger Sascha Krebs in Hennef.

Hennef. Die Premiere ist geglückt: Die Tribute-Band "Queenkings" spielte am Samstagabend mit ihrem neuen Sänger Sascha Krebs in der Geistinger Klosterkirche ein unplugged. Ein ruhiger, persönlicher und experimenteller Abend.

Ein bisschen ruhiger, auf jeden Fall persönlicher und experimenteller war dieser Abend im Vergleich zu anderen Konzerten der Queenkings. Die Tribute-Band spielte am Samstag in der ausverkauften Klosterkirche Geistingen ein Unplugged-Konzert – der erste Auftritt mit dem neuen Frontsänger Sascha Krebs, Nachfolger für Mirko Bäumer – und begeisterte.

„Das fühlt sich noch mehr nach Musizieren an und es ist noch mehr Kreativität möglich“, sagte Bassist Rolf Sander vor dem Auftritt. Tatsächlich spielt die Band 120 Mal im Jahr, Unpugged-Konzerte aber sind selten und daher etwas Besonderes. Nicht nur mit neuem Sänger, sondern auch mit vielen ungewohnten Instrumenten, wie Kontrabass, Trompete, Kongas und Percussions, präsentierte sich die Tribute-Band in der Klosterkirche. Die besondere Akustik des Gebäudes bekamen vor allem die Besucher in den hinteren Reihen mit.

Wechselbad der Gefühle

„Eine wunderschöne Atmosphäre“, befand auch Sänger Sascha Krebs, der anders als seine Bandkollegen zum ersten Mal in den alten Mauern spielte. Fulminant legte die Gruppe mit dem wohl bekanntesten Queen-Lied „We will rock you“ los. Fortan nahm die Band, die von Gitarrist Drazen Zalac, Schlagzeuger Oliver Kersten, Keyboarder Christof Wetter und Background-Sängerin Susann de Bollier komplettiert wird, das Publikum mit in ein Wechselbad der Gefühle zwischen wilden Rocksongs und emotionalen Balladen. Dabei interpretierte die Band viele der Lieder auf ihre eigene Weise und gab ihnen eine Note aus Jazz, Soul und Funk.

Bei „39“ bekam Christof Wetter Sonderapplaus für sein Spiel auf der Melodika. Dem Klassiker „Another one bites the dust“ gab Rolf Sander mit dem Kontrabass eine besondere Tiefe, während das Publikum in die bei den langjährigen Fans bereits bekannte kleine Choregrafie aus Schnipsen, Klatschen, Schnipsen und zweifachem Klatschen einstimmte und den Refrain lautstark mitsang. Ganz still wurde es bei „Is this the world we created?“. Bei „These are the days of our life“ lieferten sich Sascha Krebs und Susann de Bollier ein romantisches Duett. Insgesamt ließ es sich keines der Bandmitglieder nehmen, nicht mindestens einen Song zu performen, was zeigt: singen können sie alle.

Zwischen den Liedern fiel es Krebs und Kollegen nicht schwer, das Publikum zu unterhalten. Bei „Bring back Leroy Brown“ über einen furchtbaren Jungen, der Mist baut, konnte sich Bassist Sander eine Spitze Richtung Donald Trump nicht verkneifen, woraufhin Krebs in Manier des amerikanischen Präsidenten bemerkte: „This band is great. It's true. All other tribute bands are fake.“ In seinen engen schwarzen Hosen und Cowboystiefeln war die Parodie des amerikanischen Präsidenten zusätzlich unterhaltsam.

Das Publikum war auch nach einer längeren Pause nicht müde, die bekannten Refrains im zweiten Teil mitzusingen. Neben vielen Menschen, die mit der Musik von Queen aufgewachsen sein könnten, waren auch eine Reihe Jüngere dabei. Die 19-jährige Anne Müller aus Düren besuchte bereits einige Konzerte der Queenkings. „Ich mag Queen und Musicals sehr gerne. So unplugged ist es komplett etwas anderes, aber auch sehr schön“, findet sie. Die Musik von Queen und damit auch die Queenkings bringen Generationen zusammen.