An der Mittelstraße in Hennef

Neubau mit Senioren-WG und Nierenzentrum eröffnet

Informieren über das neu geschaffene ambulante Nierenzentrum: Jörg Fischlein (v.l.), Klaus Fehlau und Dr. Monika Herhoff.

Informieren über das neu geschaffene ambulante Nierenzentrum: Jörg Fischlein (v.l.), Klaus Fehlau und Dr. Monika Herhoff.

Hennef. An der Hennefer Mittelstraße ist ein modernes Gebäude mit betreuten Wohngemeinschaften für Senioren und einem Nierenzentrum entstanden. Das neue Zentrum löst die in die Jahre gekommene Villa an der Königsstraße ab. Am Samstag wurde das neue Zentrum feierlich eröffnet.

Das einst brachliegende Areal an der Hennefer Mittelstraße wird mehr und mehr zum Leben erweckt. Zwischen Bahnhof und Bachstraße ist ein modernes Gebäude entstanden, das seit Kurzem ein Nierenzentrum und zwei Senioren-WGs beherbergt.

„Lebensqualität, Eigenständigkeit, Fürsorge, Zuwendung“ – diese Schlagworte hat sich das neu geschaffene Nierenzentrum Hennef auf die Fahnen geschrieben. Das Team rund um den medizinischen Leiter Klaus Fehlau wird hier Menschen mit Nierenerkrankungen sowie Dialysepatienten ambulant behandeln. Transplantationsvorbereitung sowie Nachsorge gehören ebenfalls in den Kompetenzbereich. Das neue Zentrum löst die in die Jahre gekommene Villa an der Königstraße ab. Seit wenigen Tagen werden die Nieren-Patienten am neuen Standort versorgt. Zur feierlichen Eröffnung am Samstagmittag kamen einige der Patienten samt Angehörigen. Bürgermeister Klaus Pipke zeigte sich erfreut über einen weiteren wichtigen Baustein in der wohnortnahen Gesundheitsversorgung der Stadt Hennef. Wer eine stationäre Behandlung benötigt, wird an den zweiten Standort in Eitorf überwiesen, der an das St. Franziskus Krankenhaus angegliedert ist.

Bewohner sind zwischen 50 und 90 Jahren alt

Nur ein Stockwerk über dem neuen Nierenzentrum leben seit Anfang des Monats sieben Senioren mit Demenzerkrankung. Der ambulante Pflegedienst Amicus bietet hier in einer Wohngemeinschaft zwölf Demenzkranken und in einer weiteren WG neun Pflegebedürftigen mit oder ohne Demenz gemeinsames Wohnen samt Betreuung. Im ersten Stock sind bereits sieben Bewohner zwischen 50 und 90 Jahren eingezogen, insgesamt neun Zimmer sind vermietet. Jedes Einzelzimmer mit barrierefreiem Bad hat rund 25 Quadratmeter, es gibt drei Gemeinschaftsbereiche, darunter auch ein Dachgarten. „Hier können die Bewohner draußen Zeit verbringen, ohne weglaufen zu können. Die Tendenz ist bei Demenzerkrankten ja da“, erklärt André Jonas, Geschäftsführer von Amicus Pflege. Anders als in großen stationären Einrichtungen könnten sich die Pflegekräfte mehr Zeit nehmen, die Biographien der Bewohner wirklich kennenlernen und ihnen empathisch begegnen. Sozialkontakte seien essenziell für das Wohlgefühl.

„Es ist schön zu beobachten, dass sich Freundschaften unter den Bewohnern entwickeln. Es ist wie in einer Familie. Die Lebensfreude kommt dadurch bei vielen zurück“, sagt Jonas. Das sei auch die Motivation für die Senioren-WGs: Spaß und Freude am Leben wiedergewinnen, indem die Bewohner möglichst lange eigenständig und selbstbestimmt leben.