Telefonbesuchsdienst

Hennefer Malteser sucht ehrenamtliche Anruf-Helfer

Sie haben für einsame und ältere Menschen immer ein offenes Ohr: Doris Potthast und Helmut Klein vom Telefonbesuchsdienst.

Sie haben für einsame und ältere Menschen immer ein offenes Ohr: Doris Potthast und Helmut Klein vom Telefonbesuchsdienst.

HENNEF. Sie rufen einmal in der Woche bei älteren und einsamen Menschen an um mit ihnen etwas zu plaudern: Die Ehrenamtlichen vom Telefonbesuchsdienst der Hennefer Malteser. Sie suchen noch Mitstreiter.

„Es gibt so viele Menschen, die sich über einen Anruf freuen. Und so viele, die gerne etwas Sinnvolles tun würden. Wir wollen sie zusammenbringen“, sagt Helmut Klein. Der 80-jährige Ehrenamtliche leitet seit geraumer Zeit gemeinsam mit Marjan Leisse den Telefonbesuchsdienst der Malteser, der 2009 eingerichtet wurde. Ziel dieses Angebots ist, älteren und einsamen Menschen mit Anrufen Aufmerksamkeit zu schenken. Ein persönliches Gespräch am Telefon soll laut den Maltesern dazu beitragen, allein lebenden Menschen und solchen, die über nur wenige soziale Kontakte verfügen, eine Zeit der Freude und der menschlichen Nähe zu schenken. Für diesen Telefonbesuchsdienst suchen die Malteser nun weitere Ehrenamtliche.

„Immer mehr ältere Menschen leben alleine zu Hause und schaffen es körperlich kaum noch, das Haus zu verlassen. So fällt es ihnen mitunter schwer, Kontakte aufzubauen“, erläutert Klein. Gerade an Feiertagen empfinden diese Menschen ein Gefühl der Einsamkeit.

Dem möchten Klein und sein Team entgegenwirken. „Mit unserem Angebot haben sie einen persönlichen Draht nach draußen.“ Damit greift der Hilfsdienst seit Jahren ein Bedürfnis auf, das natürlich auch dem demografischen Wandel geschuldet ist. Die Zahl älterer Menschen wird laut den Maltesern bis zum Jahr 2030 deutschlandweit um 45 Prozent zunehmen. Somit ist auch ein exponentielles Wachstum bei den vereinsamt Lebenden zu erwarten.

Ehrenamtler bekommen Schulung

Ehrenamtliche, die beim Telefonbesuchsdienst teilnehmen, werden vorab mit einer Basisschulung über zwei Abende vorbereitet, werden zudem weiterqualifiziert und können sich bei regelmäßigen Treffen austauschen. „Unsere Ehrenamtlichen hören zu, wenn Menschen sich das Leid von der Seele reden, aber sie decken auch die schönen Dinge auf: Gedichte aus der Schulzeit oder auch Erinnerungen an Urlaubsreisen. Unser Ziel ist es, am Ende des Telefonats mindestens einmal miteinander gelacht zu haben“, so Klein.

Für den Telefonbesuchsdienst gibt es keine Altersschranken. Ob 25 oder 75 Jahre alt, jeder, der Interesse hat, kann mitmachen.Für gewöhnlich werden diejenigen, die sich für den Telefonbesuchsdienst anmelden, einmal wöchentlich meist zu einem festen, wiederkehrenden Termin von demselben Ehrenamtlichen angerufen. Dies können die Gesprächspartner aber individuell vereinbaren. Die Anrufe gehen von den Ehrenamtlichen aus, die ihre Nummer nicht weitergeben, damit ihre Privatsphäre gewahrt bleibt.

Wer sich beim Telefonbesuchsdienst engagieren möchte, kann sich unter 0 22 42/9 22 03 35 oder per E-Mail an TBD.Hennef@malteser.org an die Malteser wenden.