Feste am Wochenende

Hennef feiert die Kunst und die Vielfalt

Hennef. Von syrischem Rap bis zur Kunst am Baum: Am Wochenende lockten das Vielfaltsfest und das Kunstfest die Menschen nach Hennef.

Kulturelle Vielfalt ist eine Fülle von Arten und Identitäten innerhalb menschlicher Gesellschaften. Dazu gehören nicht nur Menschen aus unterschiedlichen Ländern, sondern auch die „Wertschätzung von Andersartigen“, wie Wolfgang Hartwig sagte. Der Ehrenämtler engagierte sich beim Hennefer Vielfaltsfest zusammen mit Hans-Albert Jansen an einem Info-Stand für das Thema Inklusion. Neben diesem Stand bildeten eine Reihe an Essens- und Handwerksständen den Rahmen für das Fest der Kulturen, das der Kulturverein gemeinsam mit der Stadt zum zweiten Mal veranstaltete.

„Das erste Fest vor zwei Jahren am Rathausturm war ein großartiger Erfolg“, begründete der Kulturvereinsvorsitzende Gerald Steinmetz die Neuauflage auf dem Stadtsoldatenplatz. Nach der Eröffnung durch Steinmetz und den stellvertretenden Bürgermeister Jochen Herchenbach präsentierte der Italiener Cosimo Erario Jazz. Der professionelle Musiker, der auch an der Hennefer Musikschule unterrichtet, sang auf Italienisch und begleitete sich dabei auf der Gitarre. Orientalische Musik präsentierten Ahmad Jada, Abdulhnassen Alsabih und Zead Ali Ahmad. Die Künstler aus Libyen und Palästina leben seit vier Jahren in Deutschland und gehören zu den rund 200 Geflüchteten, die in der Stadt wohnen, wie Herchenbach sagte.

Die Idee hinter dem Begegnungsfest

Der hohe Zuzug von Menschen, die nicht in Deutschland geboren sind, habe ihn auf die Idee für das Begegnungsfest gebracht, sagte Steinmetz. „Ich wollte den Reichtum zeigen, der hier ist“, so der Kulturvereinsvorsitzende. „Ziel des Vielfalt-Festes ist Toleranz und Respekt, denn daraus wächst eine gelungene Integration und gerade dies ist in der heutigen Zeit von besonderer Bedeutung“, formulierte der stellvertretende Bürgermeister das Anliegen des Fests, bei dem die Gäste Gemeinsamkeiten und Unterschiede, Besonderheiten und Spezialitäten entdecken konnten. Dazu gehörten auch die Auftritte von Amer Wakka, der syrische Rapmusik und Texte präsentierte, Christina Müller, die einen professionellen Bauchtanz vorführte, Zouber Jusiph mit seiner syrischen Musik und Peter Mac Coogan mit typischer schottischer Musik unter dem Motto „The Walking Mac“.

Kulturelle Vielfalt erlebten einige Meter weiter auch die Besucher im ehemaligen JaJa. Ulrike Biermann, die Gründerin des KünstlerTreffs, hatte zum zweitägigen Kunstfest eingeladen. Dabei war es mucksmäuschenstill, als Karin Hammes, eine der „Märchentöchter“ eine fantastische Geschichte erzählte. „Cister und Gesang“ präsentierte Dorothea Schmalkoke, Lydia Möller orientalischen Tanz. Daneben gab es Kunst aller Genres. Malerei, Fotografie, Skulpturen und Mischtechniken fanden sich nicht nur im Inneren des Lokals, sondern auch davor. Teil davon ist überdies die Aktion „Kunst trifft Baum“. Am Mittwoch, den 24. Juli, um 19 Uhr gibt es dazu einen Rundgang entlang der 20 künstlerisch gestalteten Bäume.