Sanfte Klänge verzerrter Gitarren

Festival "Sövenrock" in Hennef

Im Sövener Hof in Hennef steht zum Auftakt von „Sövenrock“ die Band „Da Zoik“ auf der Bühne.

Im Sövener Hof in Hennef steht zum Auftakt von „Sövenrock“ die Band „Da Zoik“ auf der Bühne.

HENNEF. Sechs Bands begeisterten an zwei Tagen das Publikum von „Sövenrock“ in Hennef. Unterschiedliche Stile des Rock gab es im Sövener Hof kostenlos zu hören.

„In Söven schlägt das Herz der echten Rocker. Alljährlich versammelt man sich im Sövener Hof, um den sanften Klängen verzerrter Gitarren zu frönen“, sagt die Band „Da Zoik“, die am Freitagabend das alljährliche Festival „Sövenrock“ im Sövener Hof eröffnete.

Damit hat die Band, die eine Mischung aus Weltmusik, Punk und Hip Hop mit an Dadaismus erinnernden Texten bot, durchaus recht. 2007 stellte Rock-Fan Norbert Remy gemeinsam mit Ehefrau Brigitte und Werner Koch erstmalig „Sövenrock“ auf die Beine, bei dem im Verlauf der vergangenen elf Jahre mehr als 30 Bands aufgetreten sind.

Am Wochenende kamen mit „Da Zoik“, „Supersonic“, „Overdrive 11“ sowie „The Bad Keys“, „Rock'n'Roll Junkies“ und „Rock@Venture“ sechs weitere Bands hinzu, die am Freitag- und Samstagabend das Publikum mit Grunge á la Pearl Jam und Nirvana sowie bluesgetränktem Rock im Stile von AC/DC und ZZ Top begeisterten.

Musikalische Nachwuchsförderung

Das „Sövenrock“-Festival ist mittlerweile Tradition und eine feste Größe im Hennefer Veranstaltungskalender. Wo bekommen Rockfans schon die Möglichkeit, an zwei Tagen verschiedenen Bands aus der Region kostenlos zu lauschen und dabei die unterschiedlichen Stile und Ansätze der Rockmusik zu genießen? Und wo erhalten Bands und Musiker, die nicht so sehr im Rampenlicht der Öffentlichkeit stehen, die Möglichkeit, in einem Saal mit professioneller Technik vor rockbegeisterten Fans aufzutreten? Auf beide Fragen gibt es laut Norbert Remy nur eine Antwort: „Sövenrock.“

Das besondere Konzept dieser musikalischen Nachwuchsförderung: Die Bands bewerben sich direkt bei Remy und erwarten keine Gagen. Der Eintritt ist frei und Peter Eymael, musikbegeisterter Wirt des Sövener Hofs, verlangt keinerlei Saalmiete. Damit die Kosten der Bands trotzdem gedeckt werden, geht natürlich, ganz im Stile der alten Bluesclubs, am Ende des jeweiligen Abends der Hut rum.

Zudem treffen an beiden Tagen Routiniers auf Nachwuchsbands, die sich die ersten Sporen verdienen möchten. So deckte „Sövenrock“ zur Freude des Publikums auch am vergangenen Wochenende nicht nur die verschiedenen Alterskategorien, sondern auch die unterschiedlichen Stile der Rockmusik ab.