"ConcerTanten" begeistern in der Meys Fabrik mit abwechslungsreichem Programm

Eine Reise durch die Musikgeschichte

Von Gospel bis Kölschrock, vom deutschen Volkslied bis Abba: Die Sängerinnen der "ConcerTanten" haben alles drauf.

Von Gospel bis Kölschrock, vom deutschen Volkslied bis Abba: Die Sängerinnen der "ConcerTanten" haben alles drauf.

Eine Reise durch die Musikgeschichte. Ob aktuelle Hits, russische Volkslieder oder Evergreens - für jeden war am Sonntagabend etwas dabei, als der Allner Frauenchor "ConcerTanten" zu seinem Konzert in die Meys Fabrik in Hennef einlud.

Unter dem Motto "Musik in der Fabrik" stand das Stadtverbandskonzert der Hennefer Chöre. Musikalische Unterstützung hatten sich die Sängerinnen an diesem Abend vom Bläsercorps Ittenbach sowie von Dudelsackspieler Martin Fischer geholt.

Seine Förderung für jedes Konzert der "ConcerTanten" sicherte Willi Göbel, Vorsitzender des Stadtverbands Hennefer Chöre, zu. "Der Stadtverband hat sehr positiv auf die Idee der Sängerinnen reagiert, ein Konzert in der Meys Fabrik zu geben", sagte er. "Schon seit 137 Jahren existiert die Meys Fabrik, und es ist toll, wenn sie für Musik und Kunst genutzt wird."

Unter der Gesamtleitung des Dirigenten Valery Kashlyaev präsentierten die singenden Damen neues und altes Liedgut. Mit dem Gospellied "This Little Light of Mine" eröffneten sie das Konzert und sorgten für viel Abwechslung, als danach erst "All of Me" von John Legend und dann die alpenländische Pop-Ballade "Übern See" folgte.

Für seinen Auftritt hatte der Bläsercorps aus Ittenbach ein Duett zu "Summer Wine" aus dem Jahr 1966 vorbereitet. In einer Doppelbesetzung als als Dirigent und männlicher Part des Duetts hatte dabei Walter Burger seinen großen Auftritt. Als seine Partnerin glänzte Friederike Söllinger.

Schon seit einigen Jahren hat das Corps sein traditionelles Instrumentarium um ein Keyboard, E-Gitarren und eine Schlag- und Percussionsektion erweitert. Dramatisch inszenierten die Musiker die Geschichte von einem Mann, der zu viel Bowle getrunken hat und von einer Frau bestohlen wird.

Dass sie für ihr Konzert in vielen musikalischen Schubladen gesucht haben, bewiesen die "ConcerTanten", als sie das russische Volkslied "Die Birke" sowie das deutsche Volkslied "Ein Vogel wollte Hochzeit machen" in ihrer eigenen Version präsentierten. Dafür imitierten sie kaum merklich Vogellaute, die sie subtil in das Lied einbauten.

Kölschen Liedgut zieht im Rheinland immer, das zeigte sich auch, als Fischer mit seinem Dudelsack den "Stammbaum" und "Du bes die Stadt" der Bläck Fööss intonierte. Das Publikum war begeistert und zeigte sich textsicher. Das i-Tüpfelchen von Fischers Auftritt war das Zusammenspiel mit dem Bläsercorps, das mit einer großen Trommel und Becken musikalische Akzente setzte.

So boten die "ConcerTanten" ein mitreißendes Konzert, das vor allem durch Abwechslung brillierte. Da folgte etwa Abbas "Super Trouper" auf "Tage wie diese" von den Toten Hosen, und nach Elton Johns "Can You Feel the Love Tonight" heizten die Sängerinnen ihrem Publikum mit "Singa Yesu singa" ein. So war es nicht verwunderlich, dass die Meys Fabrik ausverkauft und jeder Stuhl besetzt war.