Verein in Hennef

Ein neues Sportlerheim für den TV Rott

Feierliche Grundsteinlegung: In Rekordzeit ist der halbfertige Rohbau für das neue Vereinsheim des TV Rott entstanden. Viele Freiwillige und die Stadt Hennef helfen mit, das Projekt zu finanzieren. Bürgermeister Klaus Pipke (Mitte) lässt den Grundstein in die neuen Mauern ein.

Feierliche Grundsteinlegung: In Rekordzeit ist der halbfertige Rohbau für das neue Vereinsheim des TV Rott entstanden. Viele Freiwillige und die Stadt Hennef helfen mit, das Projekt zu finanzieren. Bürgermeister Klaus Pipke (Mitte) lässt den Grundstein in die neuen Mauern ein.

Hennef. Hennefer Verein legt den Grundstein für das neue Vereinsgebäude am Sportplatz in Rott. Viele Handwerker und Helfer unterstützen das Projekt.

Wo vor zwei Wochen kleine rote Holzstäbe die Ausmaße des neuen Gebäudes des TV Rott andeuteten, stand am Donnerstag schon ein halbfertiger Rohbau. Hennefs Bürgermeister Klaus Pipke, Vereinsschatzmeister Harald Sander und Architekt Udo Sterzenbach nahmen die Grundsteinlegung der neuen Vereinsräume vor. Und die Mitglieder konnten in dem 150 Quadratmeter großen Neubau auf den großen Fortschritt anstoßen.

Ende August 2015 bot sich ihnen ein ganz anderes Bild: Das Sportlerheim und die Umkleiden des TV Rott standen lichterloh in Flammen. Die Feuerwehr vermutete einen technischen Defekt als Auslöser für den Brand. Die 76 Einsatzkräfte konnten die Vereinsräume nicht mehr retten. Der Verein stand von heute auf morgen vor dem Nichts. „Der Weg bis heute war zermürbend. Die Verhandlungen mit der Versicherung haben sich fast ein Dreivierteljahr hingezogen“, sagte Sander. Seitdem die Baugenehmigung im August vorgelegen habe und ein Bauunternehmen gefunden worden sei, könne er aber ein wenig entspannen, so Sander. Das Hennefer Bauunternehmen Uzun arbeitet auf Hochtouren. „Wir sind fast zehn Tage schneller als unser eigentlicher Terminplan“, so Sander. 60 Kubikmeter Beton wurden im Fundament verarbeitet. Die Wände sind aus Porenbeton.

Architekt Sterzenbach erklärt den Aufbau des neuen Gebäudes. „Es wird ein rollstuhlgerechtes WC geben. Außerdem machen wir separate Duschen für Männer und Frauen. An einen Raum für die Vereinsverwaltung ist auch gedacht.“ Sterzenbach ist Vereinsmitglied des TV Rott. Für ihn war es keine Frage, am Neubau mitzuarbeiten. „Wir sind auf freiwillige Hilfe angewiesen. Alles andere würde unseren Kostenrahmen sprengen“, sagte Sander. Nachdem der Rohbau und das Dach fertiggestellt sind, will der Verein alle weiteren Arbeiten in Eigenleistung erbringen. 30 Helfer hätten sich angekündigt, so Sander.

Bei den sanitären Anlagen hilft der in Rott ansässige Meisterbetrieb Björn Bergmann. Sterzenbach weiß jedoch auch: „Wenn es an die Eigenleistung geht, wird sich das Bautempo sicher verlangsamen. Da muss man sich gut abstimmen. Ich bin gespannt, wie viele helfen.“ Wenn alles nach Plan laufe, könne das Gebäude im April 2017 fertig sein.

Auch die Stadt hat laut Sander dem Verein sehr geholfen. „Wir mussten nicht lange auf unsere Baugenehmigung warten. Außerdem haben wir finanzielle Hilfe bekommen, ohne die wir das Gebäude gar nicht hätten umsetzen können.“ Von der Stadt hat der Verein 60 000 Euro Zuschuss bekommen. Insgesamt kostet der Bau rund 200 000 Euro inklusive Abrisskosten der Überreste des alten Heims. Im vergangenen Jahr sind zudem Spenden aus Benefizspielen anderer Fußballvereine, von Karnevalsgesellschaften oder dem Kegelclub „De Rinnenkitzler“ in Höhe von 15 000 Euro zusammengekommen.

Der Verein hofft, dass die Mitgliederzahl mit dem Neubau wieder steigt. Seit dem Brand habe der TV Rott 37 Mitglieder verloren. „Kleine Vereine wie der TV Rott leben von einer guten Infrastruktur. Wenn sanitäre Einrichtungen fehlen, schicken Eltern ihre Kinder schnell zu anderen Vereinen“, sagte Bürgermeister Klaus Pipke.