Jugend in Merten

Die Martinus-Schule hat jetzt ein Schulsachenbüdchen

Unterstützung für die Martinusschule: (v.l.) Anne Stein, Rainer Braun-Paffhausen, Henning Becker und Sara Perez.

Unterstützung für die Martinusschule: (v.l.) Anne Stein, Rainer Braun-Paffhausen, Henning Becker und Sara Perez.

Bornheim-Merten. Mehr als Stifte, Hefte und Lineale: Das Projekt Schulsachenbüdchen der Katholischen Jugendagentur startet in Merten ins neue Schuljahr. Kostenfreies, unbürokratisches und unauffälliges Handeln wird so ermöglicht.

Zu Beginn des neuen Schuljahres wurde an der OGS Martinus-Schule in Merten symbolisch ein neues „Schulsachenbüdchen“ eröffnet. OGS-Leiterin Sara Perez freut sich über die Möglichkeit, das „Schulsachenbüdchen“ anbieten zu können: „Die Kinder oder auch deren Eltern oder Lehrkräfte können auf uns zukommen, wenn etwa ein Heft voll ist oder ein Lineal fehlt.“ Kostenfreies, unbürokratisches und unauffälliges Handeln wird durch Material aus dem „Schulsachenbüdchen“ ermöglicht.

Dabei profitieren die zu unterstützenden Familien auch von der engen Zusammenarbeit zwischen OGS und Schulsozialarbeiter Gökhan Büyükbezci, der ebenfalls vor Ort für die KJA tätig ist. Henning Becker (Gitarrist der Band F!ASKO) und KJA-Geschäftsführer Rainer Braun-Paffhausen übergaben Mäppchen, Lineal, Stifte, Hefte, Blöcke, Wasserfarben und vieles mehr. Merten ist einer von 16 Schulsachenbüdchen-Standorten.

„Uns ist es wichtig, nicht nur den Betrieb der OGS zu gewährleisten, sondern gesamtheitlich zu schauen, welche Kinder in OGS und Schule Bedarf an schneller und unkomplizierter Hilfe haben – und in diesem Fall akut reagieren zu können“, so Braun-Paffhausen. Dabei steht für die KJA das Kind im Mittelpunkt, unabhängig von eigenen Möglichkeiten, Herkunft, Nationalität, Status, Geschlecht, Religion und Weltanschauung. Dieser Ansatz gilt nicht nur an der Martinus-Schule, sondern in allen Einrichtungen, die im Zuständigkeitsbereich der KJA liegen. Der KJA-Geschäftsführer weiter: „In enger Abstimmung stellen Politik, Verwaltung und wir als freier Träger der Jugendhilfe diese gesamtheitliche Leistung in Bornheim seit über zehn Jahren sicher.“

Nach einer Evaluation der ersten drei Jahre hat sich der Aufsichtsrat der KJA Bonn dazu entschlossen, das Projekt „Schulsachenbüdchen“ weiter zu fördern. Darüber hinaus ist das Projekt dank des Erlöses aus der 1. KJA-Karnevalssitzung auch langfristig gesichert und konnte um vier neue Standorte erweitert werden.

Vor gut einem halben Jahr gab es bei der KJA Bonn eine jecke Premiere: Zum ersten Mal fand eine KJA-Kostümsitzung von und für die Kolleginnen und Kollegen statt. Neben eigenen Künstlern aus den Reihen der Mitarbeitenden standen namhafte karnevalistische Größen – die Beueler Wäscherprinzessin, „der Sitzungspräsident“ Volker Weiniger und die Band F!ASKO – auf der Bühne des Beueler Pfarrheims. Der Abend brachte einen Erlös von knapp 5000 Euro, mit dem das Projekt „Schulsachenbüdchen“ gesichert wird.

Daran hat auch die junge Kölner Band F!ASKO einen großen Anteil. Dazu Henning Becker: „Wir sind alle zur Schule gegangen und wissen, dass es immer Familien gibt, die sich vermeintliche Kleinigkeiten wie Schulhefte oder Farbkästen nicht leisten können. Wir sind froh, dass wir die KJA Bonn und das Projekt „Schulsachenbüdchen“ mit dem unterstützen können, was uns Spaß macht: mit Musik.“