Initiative Kunst Hennef

"Dialoge" - Arbeiten erstmals gezeigt

Die Besucher lauschen der Vernissage-Eröffnung. FOTO: INGO EISNER

Die Besucher lauschen der Vernissage-Eröffnung.

19.04.2015 HENNEF. Dem Thema "Dialog" haben sich 15 Mitglieder der Initiative Kunst Hennef gewidmet. Dabei sind eindrucksvolle Arbeiten entstanden, die sie am Samstag in der Hennefer Meys Fabrik bei einer Vernissage erstmalig präsentierten.

Künstler etwa lassen die Kunst für sich sprechen. So können Dialoge zwischen einem Kunstwerk oder einem Künstler und dem Betrachter entstehen, ohne dass gesprochen werden muss. Gesprochen wurde dann aber am Samstagnachmittag doch, als die 15 Künstler ihre Arbeiten zeigten. Dazu zählen: Martha Barduhn, Charlotte Esch, Elke Fries, Marion Gebauer, Barbara Hahnebuth, Karin Kunczik-Rüdiger, Nicole Meyer-Habault, Manuela Prinz, Günter Schirner, Andrea Schneider, Vera Siepen, Beate M. Spengeler, Maria Zesewitz und Margret Zimpel. "Die Eskalation aller Spannungen entsteht durch die Verweigerung des Dialogs", sagt Martha Barduhn, deren Sandsteinskulpturen im Foyer der Meys Fabrik ins Auge fielen. "Die Verweigerung, aber auch die Chancen des Dialogs versuche ich mit den beiden Steinskulpturen zum Ausdruck zu bringen", sagt sie.

Die Spuren von Menschen sichtbar macht Charlotte Esch mit ihrer Videoinstallation "Da-gewesen - Spuren einer Familie". Mit Bildern, die von einer Wärmebildkamera aufgenommen worden sind, deckt Esch Spuren auf - etwa die Wärmeabdrücke auf zwei Sesseln, auf dem zuvor ein Paar gesessen hat. Margret Zimpel, Vorsitzende der Initiative Kunst Hennef, widmete sich mit ihrer Bronze aus Granit ebenfalls der nonverbalen Kommunikation: Zwei Körper stehen dabei während eines Tanzes in einem spannungsreichen, sinnlichen Kontakt zueinander.

Der Höhepunkt der Ausstellung war eine Live-Performance von Karin Kunczik-Rüdiger, die mit Maria Zesewitz vor den Augen der Besucher ein Bild malte. Dabei verdeutlichten die beiden Frauen, wie Künstler ohne Worte in einen malerischen Dialog treten. Kunczik-Rüdigers großformatiges Bild eines sehr traurigen Menschen steht sinnbildlich für das, was aus fehlender Verhandlungsbereitschaft resultieren kann: Krieg, Zerstörung und Tod.

Die Ausstellung "Dialog" kann in dieser Woche am Dienstag, Mittwoch und Freitag von 11 bis 13 sowie von 14 bis 18 Uhr, am Donnerstag von 16 bis 20 Uhr sowie am Samstag von 10 bis 18 Uhr und am Sonntag von 11 bis 18 Uhr in der Meys Fabrik besucht werden. Der Eintritt ist frei. (Ingo Eisner)