Kommentar zu Klimaanlagen in Zügen

Da wird die Fahrt zur Qual

Eine Straßenbahn auf der Kennedybrücke in Bonn.

Eine Klimaanlage in Zügen ist bei den mittlerweile langen Hitzeperioden zwingend nötig. Aber wie sieht es mit Straßenbahnen aus?

Auf der RE9-Strecke zwischen Aachen, Köln und Siegen sind neue Wagen eingesetzt - alle klimatisiert. Das ist eine gute Sache, meint GA-Redakteur Dylan Cem Akalin. Nur, wie sieht es bei den Stadtbahnen aus?

Eine Klimaanlage in Zügen ist bei den mittlerweile langen Hitzeperioden zwingend nötig. Insofern ist die Ausstattung der Züge auf der Siegstrecke Köln-Au über Siegburg und Eitorf unbedingt zu begrüßen. Fahrgäste anderer Strecken – vor allem der Stadtbahnen – wissen, was das bedeutet. Wenn in Zügen der Linie 18 im Linksrheinischen nicht mal die Fenster zu öffnen sind, dann sind diese Wagen bei Temperaturen von jetzt angekündigten 39 Grad nicht mehr einsetzbar. Da wird die Fahrt zur Qual.

Die Züge der Linie 66 zwischen Siegburg, Bonn und Bad Honnef haben zwar Scharten von Klappfenstern, die bringen aber bei hohen Temperaturen nichts. Im Gegenteil. Die heiße Luft befeuert geradezu die menschlichen Ausdünstungen zu weiteren Höchstleistungen. Die Bahnen aus den frühen 70er Jahren sind in die Jahre gekommen. Da nutzt auch kein „Lifting“ mehr. Aufgrund der anstehenden Taktverdichtungen wollen die Stadtwerke Bonn ja neue Bahnen bestellen. Dabei sollten sie auf keinen Fall die Klimatisierung vergessen. Die Kunden werden es ihnen danken.

Übrigens: Die Siegburger können sich über Schatten am Bahnhof nicht beschweren. Aber die Haltestellen auf der Strecke der 66 sind mit Glasüberdachungen versehen. Das ist schön hell und sieht sicherlich gut aus. Wenn die Sonne aber unbarmherzig den ganzen Tag auf sie einwirkt, dann staut sich die Hitze, und als Schattenspender taugen sie absolut nicht. Da müsste nachgerüstet werden.