Polizei beschlagnahmt Führerschein

Biker in Hennef fährt mit zwei Promille heim

Eine Blutprobe liefert viele Daten eines Patienten - zum Beispiel die DNA. Sie ist in der "personalisierten Medizin" eine wichtige Ressource.

Dem Hennefer wurde eine Blutprobe entnommen. (Symbolfoto)

Hennef. Völlig uneinsichtig zeigte sich laut Polizei ein Hennefer Motorradfahrer. Er war mit einer deutlichen Alkoholfahne in einen Graben gefahren. Zeugen halfen ihm auf - dann fuhr er weiter.

Mit zwei Promille Alkohol im Blut war ein 64 Jahre alter Hennefer am Wochenende auf seiner Suzuki unterwegs. Zweifel an seiner Fahrtauglichkeit hatte er dabei aber offenbar nicht. Laut der Mitteilung der Polizei war er gegen 19.45 Uhr in einen Straßengraben gefahren und gestürzt.

Zeugen halfen ihm auf und sollen dabei die deutliche Alkoholfahne festgestellt haben, woraufhin der Biker zunächst beteuerte, nicht weiterfahren zu wollen. Auf seine Maschine setzte er sich dann aber trotzdem und fuhr nach Hause. Die alarmierte Polizei traf ihn kurze Zeit später dort an und baten den Hennefer für eine Blutprobe auf die Wache.

Freiwillig kam er nicht mit. Die Beamten legten dem Mann Handschellen an, weil er auch zunehmend aggressiv wurde. Erst bei der Blutentnahme beruhigte er sich wieder, und die Handschellen konnten abgenommen werden.

Das Ergebnis der Untersuchung zeigte das Messgerät: Der Motorradfahrer hatte zwei Promille Alkohol im Blut. Die Beamten beschlagnahmten den Führerschein. Nach Hause brachten sie ihn nicht: Seine Ehefrau holte ihn von der Wache ab. Das Verkehrskommissariat ermittelt wegen des
Verdachts der Gefährdung des Straßenverkehrs durch Fahren unter Alkoholeinfluss.