Die Stadt Hennef eröffnet ihre Leitstelle zur Beratung von Senioren

Älterwerden ist bunt

HENNEF. Es ist eine von zahlteichen Fragen, die viele Menschen mit zunehmendem Alter umtreibt: "Was mache ich, wenn ich oder ein Angehöriger plötzlich Hilfe benötigt?"

Antworten dazu sind seit dem 1. Oktober im Generationenhaus an der Humperdinckstraße zu finden. Dort hat die Stadt Hennef die Leitstelle "Älterwerden" eingerichtet, als Anlaufstelle für Bürger sowie für Fachleute.

"Als Vorsitzender des Vereins Altenhilfe weiß ich, wie wichtig es ist, Senioren Beratung und eine zielgerichtete Vermittlung von Ansprechpartnern zum Thema Älterwerden zu bieten", sagte Vizebürgermeister Thomas Wallau bei der offiziellen Eröffnung am Samstag. Mit der Leitstelle habe die Stadt genau das für ihre Bürger eingerichtet.

Die Mitarbeiterinnen der Leitstelle bieten ab sofort Informationen rund um das Thema "Älterwerden", unterstützen und beraten ältere Menschen in allen Lebenslagen. Die Anlaufstelle ist Teil des Projektes "Älterwerden in Hennef", das vom Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend mit 20 000 Euro gefördert wird. Seit November 2013 haben Mitarbeiterinnen des Amtes für soziale Angelegenheiten der Stadt gemeinsam mit Hennefer Bürgern in verschiedenen Arbeitsgruppen Ideen entwickelt.

144 Ideen und Wünsche aus insgesamt 15 Gruppentreffen haben die Arbeitsgemeinschaften "Wohnen/Mobilität", "Bildung, Kultur, Freizeit und Ehrenamt" sowie "Pflege/Gesundheit" und eine Steuerungsgruppe aus Vertretern der Seniorenarbeit, Politik und Verwaltung bislang zusammengetragen, berichtete Maike Weingarten, die die Leitstelle leitet. Darunter Anregungen wie "An wen kann ich mich wenden, wenn ich nicht weiß, wer zuständig ist" oder "Wo kann ich mich mit anderen in meinem Alter treffen".

Die jetzt installierte Leitstelle ist Teil der ebenfalls neu eingerichteten Stabsstelle "Inklusion und Älterwerden" unter Führung von Judith Norden und gehört zu den wichtigsten Ergebnissen des Arbeitsgruppenprozesses.

Die Anlaufstelle bietet Beratung und vermittelt Ansprechpartner zu den Themen Aktiv im Alter, Unterstützung und Hilfe, Pflegeberatung und Informationen zu Leistungserbringern, Unterstützung und Weiterentwicklung der Seniorenarbeit und Projekte vor Ort sowie dem Projekt "Älterwerden". Um über seniorenspezifische Themen zu informieren, richtete die Stadt auch eine Internetseite, das "Hennefer Seniorenportal", ein. Dort finden Nutzer Veranstaltungstermine und Neuigkeiten sowie Informationen und Hilfen rund um die Themen, die auch in der Anlaufstelle geboten werden.

Bei der Einweihung der zwei Büroräume in der Leitstelle und eines Veranstaltungsraumes notierten die Gäste auf einer Leinwand ihre Gedanken und Anregungen zum Älterwerden. Auch Gunhild Berg (70), die in den Arbeitsgruppen mitgearbeitet hat, griff zum Stift.

Für sie bedeutet Alter, "seinen Platz neu zu definieren" und "neue Freiräume zu schaffen." Aber auch, dass man mobil bleibe und Eigeninitiative ergreife. "Man muss sich selber auf die Beine machen", so die 70-Jährige, die laut eigener Aussage manchmal das Gefühl hat, nach dem Ausscheiden aus dem Beruf nicht weniger beschäftigt zu sein.

Aber sie sagte auch: "Altwerden ist bunt", was durchaus als Motivation für ihre Generation gedacht war, das Alter zu genießen. So wie sie ihre Rolle als Oma.

Leitstelle "Älterwerden"

Die Leitstelle "Älterwerden" sitzt im Generationenhaus, Humperdinckstraße 24-26 in Hennef. Sie wird geleitet von Maike Weingarten, Tel. 0 22 42/ 88 85 60 . Die Leitstelle ist Teil der ebenfalls neu eingerichteten Stabsstelle "Inklusion und Älterwerden", die auch im Generationenhaus zu finden ist und von Judith Norden,

Tel. 0 22 42/88 84 33, geleitet wird.

Nähere Informationen, etwa zu den Öffnungszeiten von Stabsstelle und Leitstelle, sowie zu weiteren Themen rund ums Älterwerden, gibt es über das eigens eingerichtete Seniorenportal auf seniorenportal.stadt-hennef.de.