"Grünes C"

So gesehen: Vom Winde verweht

Zerrissene Stoffstreifen im Wind.

Rhein-Sieg-kreis. Wenn das mal kein schlechtes Omen ist: Eine etwas heftigere Windböe im Herbst genügte schon, um den Werbefahnen des "Grünen C" den Garaus zu machen.

Seit Monaten wehen statt der weißen Banner, die mit grüner Schrift auf das gemeinsame Landschaftsprojekt der Kommunen Bonn, Niederkassel, Troisdorf, Sankt Augustin, Alfter und Bornheim unter dem Dach der Regionale 2010 hinweisen sollen, nur noch zerrissene Stoffstreifen im Wind.

Die Bilder in Sankt Augustin ähneln sich. Ob am Eingangstor zum "Grünen C" an der Fachhochschule oder am Generationenparcours - es bietet sich neben den ohnehin umstrittenen Betonbänken ein trauriges Bild, das viele Spaziergänger in Sankt Augustin immer mehr aufregt. Zwar wurden die Fahnen mindestens einmal bereits erneuert, aber trotz der Millionen, die in das Projekt gesteckt wurden, hat man wohl beim Fahnen-Stoff gespart.

Bund, Land und EU haben rund 20 Millionen Euro bereit gestellt, davon gingen etwa acht Millionen nach Sankt Augustin. 20 Prozent der Kosten müssen die Städte und Gemeinden selbst aufbringen. Warum so viel Geld in Betonbänke, Betonunterstände und Fahnen von minderwertiger Qualität investiert wurde - man kann nur spekulieren.

Bleibt zu hoffen, dass die Gestaltung der grünen Lunge, die verbinden soll, länger hält als deren Werbeträger.