Resolution im Kreistag beschlossen

Rhein-Sieg-Kreis will Bekenntnis zur S13

RHEIN-SIEG-KREIS. Einstimmig hat der Kreistag am Donnerstag eine Resolution beschlossen, wonach die Planung für die S 13 vorangetrieben werden soll. Hintergrund waren Medienberichte vom vergangenen Wochenende und die Befürchtung, dass die Verlängerung der Strecke bis Oberkassel zugunsten anderer Bahnprojekte - etwa Stuttgart 21 - auf die lange Bank geschoben wird.

Zwar hat Bahnchef Rüdiger Grube NRW-Verkehrsminister Michael Groschek versichert, in NRW würden keine Projekte der Bahn den Mehrkosten für Stuttgart 21 zum Opfer fallen. Die Kreistagsfraktionen und Landrat Frithjof Kühn fanden das jedoch wenig überzeugend. Achim Tüttenberg (SPD) aus Troisdorf nannte die Entwicklung "besorgniserregend".

"Man kann den Eindruck gewinnen, dass da was im Busch ist", sagte der Sankt Augustiner Grüne Martin Metz, einer der Urheber der interfraktionellen Resolution. "Wir müssen ein Zeichen setzen, damit das Geld nicht in andere Regionen fließt", ergänzte der Alfterer Oliver Krauß (CDU). "Heute schon droht ein Verkehrskollaps, die Verlängerung der S 13 wäre eine Entlastung."

So heißt es im Resolutionstext: "Der Rhein-Sieg-Kreis fordert die Deutsche Bahn AG auf, ein klares Bekenntnis für eine zeitnahe Realisierung der verlängerten S 13 abzugeben und von jeglichen Gedankenspielen über eine Verschiebung oder gar einen Verzicht Abstand zu nehmen." Auch Bundesregierung und Bundestag werden aufgefordert, ihren Beitrag zu leisten. Auf dem Gebiet des Rhein-Sieg-Kreises liegt Baurecht vor, in Bonn gab es Klagen. Mit den Klägern, so der Kreis, gebe es aber "im Grundsatz" Einigungen.