"Unser Dorf hat Zukunft"

Kreisjury besuchte Uedorf und Volmershoven-Heidgen

Bornheim/Alfter. Die Jury des 21. Kreiswettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" ist seit Dienstag im Rhein-Sieg-Kreis unterwegs. Gestern besuchte die Gruppe um Renate Becker-Steinhauer den Bornheimer Stadtteil Uedorf und Volmershoven-Heidgen in der Gemeinde Alfter.

Zwei von insgesamt 17 Ortschaften im Kreis, die an dem Vergleich teilnehmen. Mit Projekten, die die Entwicklung Uedorfs und Volmershoven-Heidgens in den vergangenen Jahren verdeutlichen sollen, hoffen beide Orte auf einen der vorderen Plätze bei der Bewertung am 20. Oktober.

BORNHEIM-UEDORF

"Wir wollen eine gute Benotung der Kommission bekommen, damit unser Tun belohnt wird", sagte Ortsvorsteher Bernd Marx nach der Ortsbegehung von Uedorf. Marx, der zugleich Vorsitzender des 2012 gegründeten Ortsausschusses ist, präsentierte den Besuchern stolz die Neuheiten seines Dorfes. Uedorf war beim Kreiswettbewerb 2011 auch schon dabei und erhielt damals den dritten Platz. "Vielleicht gewinnen wir dieses Mal Silber", hofft Marx.

Der Ortsausschuss, der sich aus rund 30 interessierten Uedorfern zusammensetzt, hat seit 2011 einiges auf die Beine gestellt. Nicht nur, dass Tempo 30-Markierungen und "Haifischzähne" für mehr Verkehrssicherheit sorgen sollen, auch die Anbringung einer Landmarke am Rheinufer, ein Schaukasten für Ortsinformationen, die Restaurierung und erneute Aufstellung von sieben Ruhebänken sowie die Restaurierung eines Unfallkreuzes an der Autobahn 555 demonstrierten den Besuchern das Engagement der Uedorfer für ihren Ort. Ein T-Shirt in Weiß oder Schwarz mit dem Uedorfer Wappen soll die Einwohner des Ortes noch enger zusammenschweißen. Und die eigene Homepage (www.uedorf.org) informiert die rund 900 Einwohner darüber, was im Ort los ist. Auch der neue Turm auf dem Spielplatz in der Aggerstraße gehört zu den jüngsten Projekten. "Wir wollten in Uedorf etwas für die Kinder, die Senioren und auch die Neubürger tun", fasste Manuela Röttgen vom Ortsausschuss zusammen. "Uedorf soll eine Gemeinschaft, ein Team, sein", machte Ausschusskollege Knud Breyer klar.

ALFTER-VOLMERSHOVEN

Ob wieder eine Bronzemedaille drin ist? In Volmershoven-Heidgen ist der Ortsausschuss zuversichtlich. "Schließlich wird seit 2008 auch die Veränderung bewertet. "Und da hat sich bei uns einiges getan, was wir vorweisen können", sagt Rainer Six, Beisitzer im Ortsausschuss Volmershoven-Heidgen. Auch der Vorsitzende Georg Saguer, der die Bewertungskommission des Kreiswettbewerbes ebenfalls durch den Doppelort begleite, hofft erneut "wenigstens auf eine Bronzemedaille".

Seit der Teilnahme am Wettbewerb vor sechs Jahren hat sich vor allem die sportliche Infrastruktur verbessert. Deshalb wurde den zehn Kommissionsmitgliedern, die sich über ihre Eindrücke kein Sterbenswörtchen entlocken ließen, gleich zu Beginn der Tour der Sportplatz in Volmershoven gezeigt. Dort gibt es heute nicht nur ein Sportlerheim und einen Kunstrasenplatz, sondern auch Anlagen für Baseball und Cross-Biking. Auch mit der Stärkung des Gemeinschaftslebens seiner rund 1200 Einwohner will Volmershoven-Heidgen punkten und verweist nach dem Abriss der alten Schule auf die Gestaltungsmöglichkeiten in der Ortsmitte.

Darüber hat sich der Ortsausschuss bereits Gedanken gemacht. Auf der Wunschliste stehen unter anderem ein Feuerplatz für das Sankt-Martinsfest, Sitzgelegenheiten auf der Wiese sowie ein Häuschen mit Toiletten und einer Ausgabestelle für Getränke bei Brauchtumsfesten. Zur Straße hin könnte dieses Häuschen in der Straße "Auf dem Acker" auch eine Unterstellmöglichkeit für Busfahrgäste bieten. Abgesehen von der Feuerstelle, die eventuell schon in diesem Jahr angelegt wird, besteht noch keine konkrete Planung und Finanzierungsstrategie. Doch bei der Umsetzung der Wünsche will sich der Ortsausschuss am Vorbild der Bewohner von Gielsdorf und der Verwirklichung des dortigen Dorfgemeinschaftshauses orientieren.

Er hofft, seinem Ziel in Volmershoven ebenfalls mit Sponsoren, Eigenleistung und Spenden aus der Bevölkerung näherzukommen. Ein Preisgeld aus der Teilnahme am Wettbewerb wäre ein weiterer Finanzierungsbaustein. Mit den 300 Euro, die Volmershoven-Heidgen 2008 erhielt, wurde ein Wegekreuz finanziert. Es steht an der Landstraße 113 Richtung Flerzheim am südlichen Ortsausgang von Volmershoven.