Bahnlärm

"Gemeinsam gegen Lärm" - Bürgerinitiativen vernetzen sich

Treffen in Linz: Die Netzwerk-Vertreter wollen mehr Ruhe, auch im Kreis Neuwied und in NRW.

Vertreter der Interessengemeinschaften haben sich in Linz getroffen und fordern eine länderübergreifende Verbesserung.

Unter dem Motto "Gemeinsam gegen Bahnlärm" haben sich weitere Bürgerinitiativen in der Region zur intensiveren Zusammenarbeit verabredet.

Der bereits bestehende Arbeitskreis "Leises Rheintal" hat am Dienstag erstmals in Linz getagt und die kürzlich gegründete Initiative "BIN gegen Bahnlärm - VG Linz e.V." sowie neue Mitstreiter aus der Verbandsgemeinde Weißenthurm aufgenommen. Mit dem Namen "BIN gegen Bahnlärm - Bürger Initiativen Netzwerk gegen Bahnlärm" konstituiert sich der Arbeitskreis neu als Gemeinschaft der Initiativen für ein leises Rheintal nördlich von Koblenz bis Bonn, links- und rechtsrheinisch.

Als Sprecher des Netzwerks wurde Gerd Kirchhoff, Erster Vorsitzender BIN gegen Bahnlärm Bad Honnef, einstimmig gewählt, seine Vertreter sind Franz Breitenbach, Vorsitzender der IG Schutz gegen Bahnlärm und Erschütterungen Bad Hönningen, sowie Gunter Fröhlich, Vorsitzender des Vereins zum Schutz gegen Immissionen im Neuwieder Becken e.V..

"Die sehr erfolgreiche Informationsveranstaltung in Weißenthurm Anfang Oktober mit über 220 Teilnehmern hat uns erneut gezeigt, wie genervt und frustriert die Mitbürger im Rheintal sind, die unter dem bereits heute unerträglichen Bahnlärm leiden, auch auf der linken Rheinseite", sagte Kirchhoff. "Wir haben daher die bisherige Zusammenarbeit vor allem der rechtsrheinischen Bürgerinitiativen nördlich von Koblenz auch auf die linksrheinische Seite ausgedehnt, und freuen uns über die aktive Unterstützung der Kommunen Weißenthurm, Andernach und Bad Breisig.

Weitere Initiativen bis Bonn werden dem Beispiel folgen." Begrüßt werde die Ankündigung von Bahnchef Grube in Bingen, einen Projektbeirat "Leises Rheintal" ins Leben zu rufen. Indes: "Wir erwarten, dass neben den Landesregierungen Rheinland-Pfalz und Hessen und den dortigen Bürgerinitiativen auch die Landesregierung Nordrhein-Westfalen und unser Bürgerinitiativen-Netzwerk im Beirat vertreten sind. Das Rheintal hört nicht in Koblenz auf, die Züge machen hier den gleichen Krach, nur eben 30 Minuten früher oder später."

Die Vertreter der Initiativen treffen sich regelmäßig, um Aktionen zu planen und sie mit den Initiativen im südlichen und mittleren Rheintal abzustimmen. "Wir werden nicht locker lassen, bis Bahn und Politik endlich die notwendigen Mittel bereitstellen, um den krankmachenden Bahnlärm auf ein erträgliches Maß zu mindern. Die Technik dafür ist vorhanden, um bereits jetzt signifikante Lärmreduzierungen zu erreichen. Die Politik muss das Geld zur Verfügung stellen, um diese Technik einzusetzen."

Das Netzwerk:
Mitglieder im Netzwerk BIN gegen Bahnlärm sind die Initiativen: BIN gegen Bahnlärm e.V. Bad Honnef- Erpel; BIN gegen Bahnlärm VG Linz e.V.; IG Leutesdorf gegen Bahnlärm und Erschütterungen e.V.; IG Schutz gegen Bahnlärm und Erschütterungen Bad Hönningen e.V.; Verein zum Schutz gegen Immissionen im Neuwieder Becken e.V.; Initiative WIR gegen Bahnlärm Weißenthurm. Weitere Info: www.bingegenbahnlaerm.de.