Quarzabbau in Weilerswist

Erweiterung nicht genehmigt

WEILERSWIST. Keine Genehmigung für die Erweiterung des Quarzabbaus in Weilerswist-Nord im Kreis Euskirchen: Die Bezirksregierung Arnsberg, die in Nordrhein-Westfalen für den Bergbau zuständig ist, hat den von der Rheinischen Baustoffwerke GmbH beantragten Rahmenbetriebsplan abgelehnt.

Die Gründe: Der Zulassung stünden "Ziele der Raumordnung und Landesplanung" entgegen.

Laut einer Mitteilung der Bezirksregierung Arnsberg liegt die Abbaufläche außerhalb der im Regionalplan für den Regierungsbezirk Köln ausgewiesenen Bereiche für die Sicherung und den Abbau von Bodenschätzen. Zudem befinde sich die beantragte Erweiterungsfläche vollständig innerhalb eines Naturschutzgebietes und des Naturparks Kottenforst-Ville.

"Für die Erweiterung des Abbaubereiches hätte eine Waldfläche von rund 10,5 Hektar zusätzlich in Anspruch genommen werden müssen", heißt es weiter. Diese Fläche entspricht etwa der Größe von 14 Fußballfeldern. Des Weiteren wäre das Flora-Fauna-Habitat (FFH)-Gebiet "Villewälder bei Bornheim" durch das Erweiterungsverfahren unmittelbar betroffen.

Die Rheinischen Baustoffwerke beabsichtigten, den in Weilerswist seit 1986 betriebenen Quarzkiestagebau mit dem beantragten Rahmenbetriebsplan in einem Anschlussbaufeld fortzusetzen. Da die Vorräte innerhalb der zugelassenen Abbaubereiche erschöpft sind, wurde die Gewinnung im bestehenden Tagebau bereits Ende 2012 eingestellt.

Gegen die Entscheidung der Bezirksregierung Arnsberg kann Klage vor dem Verwaltungsgericht Aachen erhoben werden.