Defekter Zug

Erneut Ausfälle bei der Voreifelbahn

RHEIN-SIEG-KREIS. Die Voreifelbahn RB 23 steht erneut im Kreuzfeuer der Fahrgast-Kritik. So fielen am Montagmorgen zwischen 6 Uhr und etwa 7.30 Uhr mehrere Züge auf der Strecke zwischen Euskirchen und Bonn aus.

Bereits am Sonntagmittag war ein Zug auf der Strecke von Bad Münstereifel nach Bonn ausgefallen, wie ein Bahnkunde aus Euskirchen bemängelte. Auf GA-Anfrage erklärte ein Sprecher der Deutschen Bahn,  am Morgen sei es zu einem technischen Schaden an einem Zug gekommen. Er konnte wegen einer Türstörung an einem seiner beiden Zugteile nicht weiterfahren und blockierte die überwiegend eingleisige Strecke.

Der intakte Zugteil wurde nach Euskirchen zurückgefahren und kam später wieder zum Einsatz. Der Zug am Sonntag sei ausgefallen, weil ein Zugführer kurzfristig erkrankte. "Da wir nicht an jedem Bahnhof Lokführer stationiert haben, kann es in einzelnen Fällen zu einer Wartezeit kommen", so der Bahnsprecher.

Fahrgast Ralf Manns ärgerte sich gestern Morgen weitaus mehr über die mangelnden Informationen der Bahn als über den Ausfall selbst. Er hatte eigentlich in Witterschlick zusteigen wollen, konnte letztendlich aber erst um 8.28 Uhr von dort zu seiner Arbeitsstätte nach Bonn weiterfahren.

"Durchsagen gibt es ja am Bahnsteig grundsätzlich nicht, daher habe ich meine Handy-App um Auskunft bemüht, aber verlässliche Informationen über den Grund und vor allem die zu erwartenden Verspätungen gab es nirgendwo", kritisiert er. Auch ein Teilnehmer des GA-Aktionsblogs zur RB 23 beklagt "mal wieder einen ziemlich üblen Vormittag bei der Voreifelbahn".

"Wer keine Gleitzeit hat, ist bei der Voreifelbahn wirklich aufgeschmissen. Das Verständnis ist langsam überstrapaziert", sagt Manns. "In solchen Fällen fordern wir von der Deutschen Bahn Strafgelder ein, die dann wieder in den Nahverkehr investiert werden", sagte dazu Holger Klein, Sprecher Nahverkehr Rheinland.