Jahresversammlung Hegering Siebengebirge

Wildschweine sind das beherrschende Thema

Ittenbach. Erfolgreiche Veranstaltungen, steigende Mitgliederzahlen, Wildschweinplage und Fernsehauftritte: Auf ein ereignisreiches Jahr blicken die Jäger des Hegerings Siebengebirge zurück.

Auf ein „sehr erfolgreiches Jahr“ blicken die Jäger des Hegerings Siebengebirge zurück: Diese Bilanz zog der Vorstand auf der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Margarethenkreuz in Ittenbach.

Die drei Grundzutaten für die erfolgreiche Arbeit des Hegerings seien dabei die kreativen und sehr aktiven Mitglieder, die finanzielle Stabilität sowie die gemeinsamen Aktivitäten, so Hegeringleiter Heinz Jüngst.

Letztere beschränken sich nicht auf die Jagd: Neben dem Sommerfest, der Jagdbläsergruppe und dem gemeinsamen Wintergrillen hatte der Hegering etwa anlässlich des ersten „Europäischen Pilztages“ sein Fachwissen mit dem des Verschönerungsvereins für das Siebengebirge (VVS) gebündelt und eine Exkursion durch das Siebengebirge angeboten. Und die Idee kam offensichtlich sehr gut an: Knapp 60 Teilnehmer waren zu der Pilzsuche gekommen.

Auch die rollende Waldschule des Hegerings war in Schulen und auf Festen wie dem Siebengebirgstag des VVS vertreten, um Kindern die Flora und Fauna des heimischen Waldes näherzubringen. Dabei gehe es auch darum, das Image des „Trophäenjägers“ zu korrigieren und zu zeigen, dass die Jagd durchaus wichtig für den Erhalt des natürlichen Gleichgewichts in den Wäldern ist, sagte Bernd Zimmermann, Obmann für die Öffentlichkeitsarbeit des Vereins.

Ein Jäger müsse sich sehr gut mit den Tieren und Pflanzen in seinem Jagdgebiet auskennen. Daran knüpfte auch der Vortrag von Klaus Mann an: Der Kreisveterinär thematisierte die Gefahren durch die afrikanische Schweinepest, die auf dem Vormarsch ist und sich derzeit in den Wildschweinbeständen in Osteuropa immer weiter ausbreitet.

Das Schwarzwild war indes nicht nur auf der Jahreshauptversammlung Gesprächsgegenstand. Generell seien die Wildschweine eines der beherrschenden Themen im vergangenen Jahr gewesen, so Zimmermann. Die Wildschweinplage, deren Auswirkungen besonders in Bad Honnef deutlich geworden seien, beschäftigte so viele Menschen, dass Mitglieder des Hegerings als Experten von mehreren Fernsehsendern angefragt wurden – für die Beteiligten eine „ganz neue Erfahrung“.

Apropos neue Erfahrung: Auch in diesem Jahr wuchs die Zahl der Mitglieder weiter an. Damit hat der Hegering nun aktuell rund 270 Mitglieder, die Tendenz ist weiter steigend. „Wir haben einen Schwung neuer Mitglieder bekommen. Besonders schön ist, dass sich so viele junge, und auch immer mehr junge weibliche Jäger für das Jagen interessieren“, sagte Zimmermann.

Doch nicht nur die jungen, auch die langgedienten Mitglieder standen am Samstag im Mittelpunkt: Bevor die Teilnehmer die Jahreshauptversammlung bei sonnigem Frühlingswetter am Grill ausklingen ließen, wurden einige von ihnen für ihr langjähriges Engagement ausgezeichnet.

So erhielten Bernd Falkenhain und Bernd Schwontzen eine Treuenadel für ihre 25-jährige Mitgliedschaft im Deutschen Jagdverband, Hannelore Nestinger, Gerhard Müller und Arnold Zmyj wurden für ihre 40-jährige Mitgliedschaft geehrt.

Dazu erhielt Bernd Zimmermann für seine Arbeit die Verdienstnadel des Landesjagdverbandes NRW.