Stadt stellt Zahlen vor

Weniger Flüchtlinge in Königswinter

Geschick nötig: Thomas Reusch (rechts) gibt den Flüchtlingen Tipps beim Parcoursfahren.

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Königswinter. 423 Flüchtlinge aus 37 verschiedenen Nationen lebten nach Angaben der Stadt Anfang September in Königswinter und damit deutlich weniger als zu Jahresbeginn. In den Unterkünften gibt es derzeit 177 freie Plätze.

423 Flüchtlinge aus 37 verschiedenen Nationen lebten nach Angaben der Stadt Anfang September in Königswinter. Mit 83 Personen waren die Syrer dabei eindeutig in der Mehrheit. Auf den weiteren Plätzen folgten Flüchtlinge aus Afghanistan (44), dem Irak (33) und Eritrea (28), wie die Verwaltung in einer Vorlage für den Königswinterer Ausschuss für Soziales, Generationen und Integration mitteilt. Zu Jahresbeginn hatten noch 620 Flüchtlinge in der Stadt gelebt.

In den Flüchtlingsunterkünften waren Anfang September insgesamt 177 Plätze frei. Eine Unterkunft, am Heideweg in Eudenbach, wurde Ende August aufgelöst. Größte Unterkunft bleibt das ehemalige Haus Katharina an der Kurfürstenstraße in der Altstadt. Hier wohnten am 1. September noch 123 Flüchtlinge. Die Verwaltung rechnet damit, dass die neuen Unterkünfte am Herresbacher Bahnhof in Oberpleis mit bis zu 28 Plätzen und an der Hauptstraße in der Altstadt mit 22 Plätzen, die sich beide im städtischen Eigentum befinden, im ersten Quartal 2018 bezugsfertig sein werden. Der Neubau an der Herresbacher Straße mit 80 Plätzen, den die städtische Wirtschaftsförderungs- und Wohnungsbaugesellschaft (WWG) zurzeit errichten lässt, soll Mitte kommenden Jahres zur Verfügung stehen.

Im laufenden Jahr wurden 139 Flüchtlinge nach Königswinter zugewiesen. Verglichen mit den 40 Asylbewerbern, die im gesamten Jahr 2016 in die Stadt gekommen waren, war das eine deutliche Steigerung. In diesem Jahr wurden bisher sieben Kinder geboren. Im vergangenen Jahr waren es 13. 139 Asylbewerber wurden als Flüchtlinge anerkannt oder genossen subsidiären Schutz. 24 Flüchtlinge kehrten freiwillig in ihr Heimatland zurück. Sechs wurden abgeschoben. 49 tauchten unter und wurden somit von Amts wegen abgemeldet und dem Ausländeramt gemeldet.

Anfang September lebten in Königswinter 209 Flüchtlinge im arbeitsfähigen Alter. 50 von ihnen haben tatsächlich eine Arbeit aufgenommen: 21 gingen einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nach, 13 hatten einen Minijob, zwei machten ein Praktikum, zehn befanden sich in der Ausbildung und vier besuchten ein Berufskolleg. 51 Flüchtlinge nahmen an Deutsch- und Integrationskursen teil. 107 Flüchtlinge waren zum Stichtag noch nicht volljährig. 19 Kinder waren unter zwei Jahre alt, 35 zwischen zwei und fünf Jahre, 25 zwischen sechs und zehn Jahre und 28 zwischen zehn und 17 Jahre alt.