Haushaltsdebatte in Königswinter

Was passiert mit dem Lemmerz-Freibad?

Bürgerbad? Naturbad? Über die Zukunft des Freibades wird im Jahr 2019 diskutiert werden.

Bürgerbad? Naturbad? Über die Zukunft des Freibades wird im Jahr 2019 diskutiert werden.

Königswinter. Die Politik im städtischen Haupt-, Personal- und Finanzausschuss in Königswinter hat sich zur Zukunft des Lemmerz-Freibades geäußert. Für das neue Hallenbad sind im Haushalt 2019 knapp 4,1 Millionen Euro und im Jahr 2020 3,9 Millionen Euro vorgesehen.

In vielen Punkten konnte man bereits Einigkeit erzielen, bevor der Stadtrat Ende Januar den Doppelhaushalt 2019/2020 endgültig verabschiedet. „Wir müssen ran an das Thema. Die Frage ist doch, was wird das für ein Bad und wer übernimmt die Trägerschaft?“, sagte Roman Limbach (CDU).

Bürgermeister Peter Wirtz kündigte an, dass das Thema im kommenden Jahr in der Verwaltung vorbereitet wird. „Wir kommen damit auf die Politik zu, damit eine Grundsatzentscheidung getroffen werden kann“, sagte er. Eine solche Entscheidung mahnte auch Lutz Wagner, Fraktionschef der Königswinterer Wählerinitiative (Köwi), an, bevor weitere Mittel in die Hand genommen werden. „Meine Fraktion würde begrüßen, wenn wir das Freibad erhalten können“, sagte er. Dabei gehe es auch um die Frage, ob als Bürgerbad oder als Naturbad.

Über die Zukunft des Freibades lasse sich angesichts der Perspektiven nach dem Sommer 2018 ganz anders diskutieren, meinte auch CDU-Fraktionschef Josef Griese. Im Haushalt 2019 sind 103.000 Euro vorgesehen, um sechs zusätzliche Duschen zu installieren und die Heizung in den Umkleiden zu ertüchtigen. Hintergrund: 2020 soll der Schwimmunterricht der Schulen möglichst von den Osterferien bis Ende September im Freibad stattfinden. Dann wird das neue Hallenbad gebaut.

Zeitplan und Budget sollen eingehalten werden

Die Koalition (CDU, FDP, Grüne Alternative Königswinter) setzte in einem Antrag durch, dass die Mittel für das Schulschwimmen – es geht um 50.000 Euro – in den Jahren 2019 und 2020 nicht um ein Drittel gekürzt werden. „Wir wollen den Schulen einen Anreiz geben, nach Alternativen zu suchen“, so Griese. „Wir haben alle benachbarten Kommunen angeschrieben, ob sie uns Wasserflächen zur Verfügung stellen können“, sagte Hans-Peter Giesen von der Verwaltung.

Er gehe aber davon aus, dass die Wasserfläche im Hallenbad nicht im vollen Umfang ersetzt werden könne. Für das neue Hallenbad sind im Haushalt 2019 knapp 4,1 Millionen Euro und im Jahr 2020 3,9 Millionen Euro vorgesehen. Architekt Heinrich Blass hatte im Ausschuss zuvor deutlich gemacht, dass Zeitplan und Budget nach dem derzeitigen Kenntnisstand eingehalten werden.

Dabei wird vom Abriss des alten Bades im September oder aber Oktober 2019 und von der Eröffnung des neuen Bades im Mai 2021 ausgegangen. Die Kosten sollen bei 9,6 Millionen Euro für das Bad und bei 3,1 Millionen Euro für die Kita bleiben. Für eine leichte Verteuerung um 49.000 Euro sorgt das Edelstahlbecken im Hallenbad.