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Was Sie in Königswinter erlebt haben sollten

Beeindruckendes Panorama: Noch bis zum letzten Märzwochenende erstrahlt Schloss Drachenburg in einem Lichtermeer.

In den ersten Monaten des Jahres erstrahlt Schloss Drachenburg in einem Lichtermeer.

Königswinter. Vom Drachenfels und die Zahnradbahn über das Kloster Heisterbach bis zum Ostermann-Denkmal: Königswinter hat so einiges zu bieten. Wir stellen verschiedene Highlights der Stadt vor.

Rund 42.000 Einwohner leben in Königswinter, etwa zwölf mal so viele besuchen allein jedes Jahr den Drachenfels. Dieser gehört zweifelsohne zu den größten Sehenswürdigkeiten der Stadt, die jedoch noch mehr zu bieten hat. Wir stellen einige Dinge vor, die Sie in Königswinter gesehen oder erlebt haben müssen.

1 Drachenfels

Seitdem 2013 das Plateau am Drachenfels neu gestaltet wurde, hat sich der Berg zu einem echten Touristenmagneten entwickelt: Jedes Jahr kommen mehr als 500.000 Besucher zum Drachenfels. Trotz seiner Höhe von gerade einmal knapp 321 Metern gehört der Berg zu den berühmtesten Deutschlands. Das liegt auch an der Geschichte: Der Sage nach soll Siegfried hier den Drachen Fafnir besiegt haben. Zudem bietet ein Besuch auf dem Berg eine wunderschöne Aussicht über das Rheintal.

268.000 Besucher kamen 2017 auf das Drachenfelsplateau.

268.000 Besucher kamen 2017 auf das Drachenfelsplateau.

 

2 Fußballgolf

Wer einmal Fußball mit dem Golfsport verbinden möchte, sollte auf die Anlage auf Gut Heiderhof in Vinxel fahren. Auf den 18 Bahnen der sechs Hektar großen Fläche geht es darum, den Ball in oder an ein jeweiliges Ziel zu schießen. Geöffnet ist die Anlage vom Frühjahr bis in den Herbst, gespielt werden kann bei jedem Wetter.

  • Adresse: Gut Heiderhof, Heiderhof 1, 53639 Königswinter
  • Spielzeiten: mittwochs und freitags ab 14 Uhr, samstags, sonntags und an Feiertagen ab 10 Uhr; in den Ferien dienstags bis sonntags sowie an Feiertagen jeweils ab 10 Uhr. Auch außerhalb dieser Zeiten kann gespielt werden, Termine können bei Hella Tölnner unter 0171/4230376 vereinbart werden.
  • Kontakt: Tel. 0171/4230376, Mail an: info@fussballgolf-bonn.de
  • Infos unter: www.fussballgolf-bonn.de
Fußballgolf mit Aussicht: Der Platz bietet 18 Bahnen mit fantasievollen Hindernissen.

Fußballgolf mit Aussicht: Der Platz bietet 18 Bahnen mit fantasievollen Hindernissen.

 

3 Kloster Heisterbach

Die Klosterruine Heisterbach ist der Überrest einer ehemaligen Zisterzienserabtei, die 1189 gegründet wurde. Zunächst zogen die Mönche in die verlassenen Gebäude eines Augustinerordens auf dem Petersberg, 1192 ging es dann weiter in das Tal unterhalb des Petersbergs, wo die Zisterzienser das Kloster Heisterbach gründeten. 1327 war die komplette Klosteranlage fertiggestellt. Mit der staatlichen Entziehung wurde die Abtei Heisterbach 1803 aufgehoben, sechs Jahre später wurde sie zum Abbruch an einen französischen Unternehmer verkauft. Durch die Unterbindung weiterer Sprengungen konnte die Chorruine erhalten bleiben. Heute dient sie als Kulisse für verschiedene Veranstaltungen. Die ehemalige Abtei Heisterbach ist tagsüber frei zugänglich, zudem können Führungen gebucht werden.

Am Kloster Heisterbach ist eine der Pausenstationen des diesjährigen GA-Wandertags geplant.

Am Kloster Heisterbach ist eine der Pausenstationen des diesjährigen GA-Wandertags geplant.

 

4 Kreuzgang Oberpleis

Die ehemalige Propsteikirche Sankt Pankratius entstand im 12. und 13. Jahrhundert als Teil einer mittelalterlichen Klosteranlage der Siegburger Mönche. Zur Ausstattung der Kirche gehören neben dem Marienretabel, das als eines der herausragenden Werke rheinischer Plastik des 12. Jahrhunderts gilt, ein frühmittelalterlicher Schmuckfußboden und der Felicitas-Schrein in der Krypta. Daneben ist bis heute noch der zweigeschossige Westflügel des Kreuzgangs erhalten, an der noch wesentliche Merkmale der originalen romanischen Gestaltung zu erkennen sind.

  • Adresse: Siegburger Straße 10, 53639 Oberpleis
  • Öffnungszeiten: täglich von 9 bis 18 Uhr, während der Wintermonate von 9 bis 17 Uhr
Auch in der Oberpleiser Pfarrgemeinde Sankt Pankratius wird zu besonderen Anlässen gebeiert - wie hier beim Pfarrfest. ARCHIVFOTO: FRANK HOMANN

Auch in der Oberpleiser Pfarrgemeinde Sankt Pankratius wird zu besonderen Anlässen gebeiert - wie hier beim Pfarrfest.

 

5 Oelberg

Der Oelberg ist mit 460,1 Metern der höchste Berg im Siebengebirge. Auf dem Gipfel gibt es eine Außenterrasse, welche den vielleicht schönsten Blick im Siebengebirge bietet, der bis in die Hocheifel mit der Hohen Acht reicht. Erstmalig wurde der Gipfel in einem Verpfändungsprotokoll von 1407 erwähnt, damals hieß der Große Ölberg noch Ma(e)lberg, der mundartlich wie "Mohlberg" ausgesprochen wurde. In Verbindung mit Präpositionen war das "M" im Namen nicht mehr hörbar, worauf es schließlich zu einer falschen Konsonantenablösung kam. Seit Mitte des 17. Jahrhunderts ist vom "Oelberg" die Rede. Zeitweise wurde dort Basaltstein abgebaut.

Die höchste Erhebung im Naturpark Siebengebirge ist der Große Oelberg mit 461 Metern.

Die höchste Erhebung im Naturpark Siebengebirge ist der Große Oelberg mit 461 Metern.

 

6 Ostermann-Denkmal

Im Nachtigallental erinnert ein Denkmal an den Kölner Liederdichter und Komponisten Willi Ostermann, der von 1876 bis 1936 lebte. In einem Lied von 1930, das am Rastplatz auf der steinernen Bank im Nachtigallental entstanden sein soll, sang er über das Siebengebirge und Königswinter. Aus diesem Grund sollte da auch das Denkmal entstehen. Am 3. Juni 1949 wurde es von der Großen Königswinterer Karnevalsgesellschaft offiziell enthüllt, rund 80.000 Leute pilgerten an diesem Tag nach Königswinter. Auch heute noch kommen immer wieder Wanderer an das Relief.

Pflege muss sein: Peter Giesen säubert im Nachtigallental das Konterfei von Willi Ostermann.

Pflege muss sein: Peter Giesen säubert im Nachtigallental das Konterfei von Willi Ostermann.

 

7 Petersberg

Mit 336 Metern ist der Petersberg der fünfhöchste Berg im Siebengebirge und blickt auf eine lange Geschichte zurück. Archäologische Funde belegen, dass bereits 3500 v. Chr. Menschen dort siedelten. 1936 wurde bei Bauarbeiten auf der Spitze ein Ringwall freigelegt, der vor mehr als 2000 Jahren von den Kelten erbaut worden war. Auf dem Petersberg befindet sich das Grandhotel, das von 1949 bis 1952 Sitz der Alliierten Hohen Kommission war und von 1955 bis 1969 sowie nach 1990 Gästehaus der Bundesrepublik. Derzeit wird das Hotel bei laufendem Betrieb umfassend saniert.

  • Adresse: Petersberg, 53639 Königswinter
  • Kontakt: Tel. 02223/740
  • Infos unter: steigenberger.com
Das Hotel auf dem Petersberg.

Das Hotel auf dem Petersberg.

 

8 Schloss Drachenburg

Auf dem Weg zum Gipfel des Drachenfels liegt auf halbem Weg Schloss Drachenburg, dessen Grundstein 1882 gelegt wurde. Neben verschiedenen Führungen durch die Räume und die Anlage finden rund um das Schloss zahlreiche Veranstaltungen im Jahr statt. So lockt beispielsweise im Advent die "Einzigartige Weihnachtszeit", ein Weihnachtsmarkt mit verschiedenen Ständen und einem bunten Kulturprogramm. Im späten Winter dann bis in den Frühling hinein findet das Schlossleuchten statt, bei dem das Schloss zu wechselnden Mottos bunt illuminiert und in eine geheimnisvolle Bilderlandschaft getaucht wird.

Wie ein Puppenhaus: An Computer oder Smartphone kann man jetzt Schloss Drachenburg entdecken.

Wie ein Puppenhaus: An Computer oder Smartphone kann man jetzt Schloss Drachenburg entdecken.

 

9 Sea Life Center

Das Sea Life Center in Königswinter ist eines von acht Sea Life-Zentren in Deutschland. Mehr als 2.000 Tiere und mehr als 120 Arten aus den verschiedensten Regionen der Welt leben dort in 36 Becken und Aquarien. Neben den regulären Öffnungszeiten bietet das Center über das Jahr verteilt verschiedene Events.

  • Adresse: Rheinallee 8, 53639 Königswinter
  • Tickets: Eintrittskarten kosten vor Ort 14,95 Euro. Auf der Internetseite des Sea Life Centers gibt es Sonderangebote ab neun Euro.
  • Kontakt: Tel. 01806/66690101
  • Infos unter: sealife.de
Kinder aus den Flüchtlingsunterkünften in Königswinter hatten die Ehrenamtlichen zu einem Besuch im Sea Life eingeladen.

Kinder aus den Flüchtlingsunterkünften in Königswinter hatten die Ehrenamtlichen zu einem Besuch im Sea Life eingeladen.

10 Siebengebirgsmuseum

1939 ist das Siebengebirgsmuseum mitten in der Königswinterer Altstadt eröffnet worden, nachdem zwölf Jahre zuvor bereits die "Arbeitsgemeinschaft zur Pflege der Heimat" eine heimatkundlche Sammlung begründet hat. Die Arbeitsgemeinschaft wurde nach dem Zweiten Weltkrieg in "Heimatverein Siebengebirge" umbenannt. 1980 wurde ein Erweiterungsbau fertiggestellt, 1994 ein weiteres Erweiterungsgebäude eröffnet. Heute können Besucher die Dauerausstellung "Landschaft - Geschichte - Rheinromantik" besuchen, zudem wechseln sich verschiedene Sonderausstellungen und Veranstaltungen ab.

  • Adresse: Kellerstraße 16, 53639 Königswinter
  • Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag, 14 bis 17 Uhr, Samstag 14 bis 18 Uhr, Sonntag 11 bis 18 Uhr
  • Kontakt: Tel. 02223/3703, Mail an info@7gm.de
  • Infos unter: siebengebirgsmuseum.de
Das Siebengebirgsmuseum in Königswinter.

Das Siebengebirgsmuseum in Königswinter.

 

11 Zahnradbahn

Seit 1883 bringt die älteste noch betriebene Zahnradbahn Deutschlands die Besucher von der Talstation auf den Berg. Mehr als 2,95 Millionen Kilometer hat die Drachenfelsbahn in ihren 135 Jahren zurückgelegt, rund 249.000 Menschen nutzen sie jedes Jahr, um zum Schloss oder zum Fels zu gelangen.

  • Adresse: Drachenfelsstraße 53, 53639 Königswinter
  • Kontakt: Tel.: 02223/92090
  • Preise: Erwachsene (Berg- und Talfahrt): zehn Euro, einfache Fahrt: acht Euro / Kinder von 4 bis 13 Jahren: 5,50 Euro, einfache Fahrt: fünf Euro
  • Fahrtzeiten: In den Sommermonaten Mai bis September von 9 bis 19 Uhr, im Oktober von 10 bis 18 Uhr, im November, Januar und Februar werktags von 12 bis 17 Uhr, am Wochenende von 11 bis 18 Uhr, im März von 10 bis 18 Uhr, im April von 10 bis 19 Uhr. Alle Fahrten finden im 30-Minuten-Takt statt. Letzte Fahrt ist am 18. November, erste Fahrt dann wieder am 1. Januar 2019.
  • Infos unter: drachenfelsbahn.de
Dieses Bild der Drachenfelsbahn entstand in den 1930er Jahren. Das Motiv findet sich auch im Kalender wieder.

Dieses Bild der Drachenfelsbahn entstand in den 1930er Jahren. Das Motiv findet sich auch im Kalender wieder.

Das empfehlen die GA-Leser:

  • Notkirche Oberpleis: In Oberpleis steht eine von insgesamt 48 sogenannter Notkirchen, die der Architekt Otto Bartning in den Nachkriegsjahren bis 1951 konzipierte. Seit 1986 steht das bis heute erhaltene Gebäude unter Denkmalschutz. Adresse: Ittenbacher Straße 35, 53639 Königswinter, Infos unter: ev-kirche-oberpleis.de

Es handelt sich hierbei um eine Auflistung in alphabetischer Reihenfolge, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit hat oder objektiven Kriterien gefolgt wäre. Fehlt eine Sehenswürdigkeit oder etwas, das in Königswinter unbedingt erlebt und gesehen werden muss? Schicken Sie uns Ihre Vorschläge an siebengebirge@ga-bonn.de.