Geförderter Bau in Königswinter

WWG will in der Altstadt rund 100 Wohnungen errichten

Für das Areal „Am Stadtgarten“ hat die WWG Neubaupläne. Die acht bestehenden Bauten würden abgerissen werden und durch größere Gebäude mit insgesamt 106 Wohnungen ersetzt werden.

Für das Areal „Am Stadtgarten“ hat die WWG Neubaupläne. Die acht bestehenden Bauten würden abgerissen werden und durch größere Gebäude mit insgesamt 106 Wohnungen ersetzt werden.

Königswinter. Die Wirtschaftsförderungs- und Wohnungsbaugesellschaft plant auf dem 9000-Quadratmeter-Areal „Am Stadtgarten“ mehrere Neubauten. 160 Familien stehen auf der WWG-Warteliste. Die Pläne werden zunächst dem Stadtrat vorgestellt.

Noch handelt es sich um eine Entwurfsplanung. Sollten die politischen Gremien in Königswinter jedoch grünes Licht geben, dann könnte in den nächsten Jahren ein Bauvorhaben großen Ausmaßes in der Altstadt realisiert werden: In einem rund 9000 Quadratmeter umfassenden Areal zwischen Hauptstraße, Stadtgarten und B 42 plant die Wirtschaftsförderungs- und Wohnungsbaugesellschaft (WWG) fünf Neubauten mit mindestens 106 barrierefreien Wohnungen, von denen 70 bis 80 öffentlich gefördert sein sollen.

Dafür weichen müssen acht Gebäude mit 36 Wohneinheiten, die die Vorgängerin der WWG, die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft mbH der Stadt Königswinter, in den 50er Jahren hatte errichten lassen. Erstmals vorgestellt wird der Entwurf am Mittwoch, 20. Februar, im Planungs- und Umweltausschuss.

Politiker müssen noch zustimmen

„Wir stehen noch am Beginn der Überlegungen“, betont Hubert Kofferath, Geschäftsführer der WWG. Genaue Planungen könnten erst erstellt werden, wenn der Rat dem Projekt grundsätzlich zugestimmt und das Verfahren zur Schaffung von Baurecht inklusive Bürgerbeteiligung stattgefunden habe.

Aber: „Mit diesem Vorhaben könnten wir im eigenen Bestand die bisherige Wohnfläche von rund 2200 Quadratmetern auf knapp 9000 Quadratmetern mehr als vervierfachen“, so Kofferath. Das sei erforderlich, da die Nachfrage nach günstigem Wohnraum in Königswinter ungebrochen stark sei, sagt Bürgermeister Peter Wirtz, Vorsitzender des WWG-Aufsichtsrats. So stünden derzeit 160 Familien auf der Warteliste der WWG.

In mehreren Bauabschnitten sollen die neuen Mehrfamilienhäuser entstehen, die bestehenden Gebäude sollen parallel Schritt für Schritt abgerissen werden. „Keiner der bisherigen Mieter wird zu irgendeinem Zeitpunkt ohne Wohnung dastehen“, verspricht der WWG-Geschäftsführer.

Wohnungen mit durchschnittlich 85 Quadratmetern

Angedacht sind Neubauten mit drei bis vier Vollgeschossen, für die Wohnungen ist eine Durchschnittsgröße von 85 Quadratmetern zugrunde gelegt worden. „Passend für Familien mit zwei bis drei Kindern“, so Kofferath. Im ersten Bauabschnitt soll entlang der Hauptstraße, auf dem Areal des Spielplatzes, ein L-förmiger Bau entstehen.

„Die Bäume entlang der Straße bleiben erhalten“, betont Kofferath. Nach dessen Fertigstellung erhalten die Bewohner der angrenzenden drei Mehrfamilienhäuser – insgesamt zwölf Wohneinheiten – westlich der Straße „Am Stadtgarten“ die Möglichkeit, in die neuen Wohnungen umzuziehen. Zu welchem Preis? „Derzeit kostet der Quadratmeter 5,50 Euro kalt“, sagt Kofferath. „In den Neubauwohnungen liegt der Mietpreis schätzungsweise bei sechs Euro.“

Allerdings dürften die Nebenkosten aufgrund der besseren Isolierung geringer als bisher ausfallen. In einem zweiten Abschnitt sollen die dann leer stehenden Häuser abgerissen und durch einen ebenfalls winkelförmigen Neubau ersetzt werden. Auf den Freiflächen entstehen ein neuer öffentlicher Spielplatz für Kinder sowie ein Platz für Jugendliche.

Genügend Parkplätze durch eine Tiefgarage

In weiteren Bauabschnitten sollen die Flächen östlich der Straße „Am Stadtgarten“ durch den Abbruch der alten Gebäude und Errichtung von drei Neubauten entwickelt werden. Vorgesehen ist zudem eine Tiefgarage, um ausreichend Parkflächen zu schaffen.

„Ein großer Vorteil der Neubauten sind ihre fußläufige Lage zur Innenstadt und die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr“, so Wirtz. „Sollten die Pläne umgesetzt werden, werden wir viele Gespräche mit den Mietern führen und sie eng betreuen“, so Kofferath. Bei grünem Licht seitens der Politik könnte das Planvorhaben „Stadtgarten“ ab 2020 in Angriff genommen werden.