Katholischer Kindergarten in Rauschendorf

Verein unterstützt Trägerwechsel

Bernadette Knecht (mit Gitarre) bei der Einweihung des U 3-Anbaus im März 2011.

RAUSCHENDORF. Der Verein "Lebenswerte Siebengebirgsregion" unterstützt die Rauschendorfer Bürger in ihrem Wunsch nach einem Trägerwechsel für den Katholischen Kindergarten. Der Kirchengemeindeverband hat im Januar der Kindergartenleiterin zum 30. Juni 2012 gekündigt, weil sie nach der Trennung von ihrem Mann bei einem neuen Partner eingezogen ist.

"Die Forderung der Bürger ist berechtigt. Der bisherige Träger handelt nicht zum Wohle der Allgemeinheit", schreibt der Vorsitzende Jürgen Maier in einem Brief an Bürgermeister Peter Wirtz. Es dürfe nicht sein, dass die Steuerbürger in Königswinter in ihrer Gesamtheit zahlen müssen, die Stadt, die die Bürger vertrete, aber nicht mitreden dürfe.

Jetzt seien Gespräche mit allen Beteiligten über einen Trägerwechsel geboten. "Wir bitten Sie, diese Gespräche kurzfristig zu führen und notfalls selbst die Trägerschaft zu übernehmen", schreibt Maier an den Bürgermeister. Wenn die Stadt Königswinter schon nicht gewillt sei, eigene Kindergärten zu betreiben, müsse sie bei der Auswahl der Träger besondere Sorgfalt walten lassen.

Auch Maiers Vereinskollege Franz-Friedrich Rohmer spricht sich in einer Pressemitteilung für einen Trägerwechsel aus. Kinder, Eltern und Bürger seien "zu Recht über die rechtsgrundlose Kündigung dieser geachteten Leiterin des Kindergartens empört". Die Stadt müsse erforderlichenfalls selbst in die Bresche springen. "Wenn sich die Eltern und fünf Vereine in Rauschendorf einschließlich des Brauchtumsvereins derart engagieren, muss die Stadt entsprechend handeln", so Rohmer.

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