Eselsweg in Königswinter

Sperrung bleibt wohl bis zum Frühjahr 2014

Geduldsprobe: Der Eselsweg wird 2014 wieder geöffnet.

Siebengebirge. Nach mehr als zwei Jahren gibt es die Hoffnung, dass der Eselsweg, der auf den Drachenfels führt, nach dem Felssturz im Juni 2011 endlich wieder freigegeben werden kann. Allerdings wird dies voraussichtlich nicht vor Frühjahr 2014 der Fall sein. Dafür soll der Weg dann nicht nur sicherer, sondern zugleich optisch aufgewertet werden.

Seit dem 5. Juni 2011 ist der Eselsweg bereits gesperrt. Damals waren als Folge eines schweren Unwetters, das über Königswinter hinwegzog, zwei Felsbrocken auf den Weg herabgestürzt. Wie die Stadt bestätigte, können die Arbeiten nach den derzeitigen Planungen im Herbst aufgenommen werden.

"Wenn bis dahin alle Genehmigungen vorliegen, kann Mitte September mit den Hangsicherungsmaßnahmen begonnen werden", sagt Stadtplanerin Anya Geider. Das sieht der von der Stadt zusammen mit dem beauftragten geologischen Büro und der Landschaftsplanerin erarbeitete Zeitplan vor.

Die entsprechenden Genehmigungen muss der Rhein-Sieg-Kreis als Untere Landschaftsbehörde erteilen, weil der Eselsweg durch das Naturschutzgebiet verläuft. Die notwendigen Baumfällungen können ohnehin erst im Herbst vorgenommen werden.

Der Bewilligungsbescheid der Bezirksregierung, die 90 Prozent der Kosten trägt, ist bereits im Dezember eingegangen. Den Förderantrag hatte der Verschönerungsverein für das Siebengebirge (VVS) als Eigentümer des Weges gestellt. Zehn Prozent der Gesamtkosten in Höhe von rund 480.000 Euro übernimmt die Stadt Königswinter.

Der Planungsauftrag, der als vorzeitiger Maßnahmebeginn gilt, musste noch im Jahr 2012 erteilt werden, sonst hätten die Arbeiten in diesem Jahr nicht gefördert werden können. Wenn die Arbeiten erst einmal begonnen sind, möchte die Stadt den Eselsweg in einem Zuge gleich aufwerten. Allerdings gibt es noch Abstimmungsbedarf mit dem VVS.

Die Aufwertung des Weges zum Drachenfels ist ein Regionale 2010-Projekt, dessen Finanzierung sich Stadt und Land teilen. Im Abschnitt zwischen Schloss Drachenburg und dem Plateau soll der löchrig gewordene Weg einen neuen Belag erhalten.

Zwei Aussichtspunkte sollen zudem neu gestaltet werden, unter anderem mit neuen Ruhebänken. "Die Arbeiten zur Aufwertung des Eselsweges können nur ausgeführt werden, wenn die Hangsicherung abgeschlossen ist und keine Gefahr für Leib und Leben mehr besteht", so Anya Geider. Im optimalen Fall könnte die Hangsicherung Ende 2013 und die Aufwertung des Weges im Frühjahr 2014 beendet sein.

In einem Vertrag mit der Stadt hat sich der VVS bereit erklärt, den Hang oberhalb des Eselsweges dauerhaft zu sichern und den Weg für die Öffentlichkeit freizuhalten. Der steile Weg zum Drachenfels wurde vermutlich in Abschnitten schon von römischen Steinmetzen benutzt. Heute ist er Touristenpfad.