Anstehende Grabungen

Sind am Hobshofgelände in Vinxel Knochen vergraben?

Über die geplante Bebauung auf den freien Flächen am Ortsrand von Vinxel und des Hobshofareals wird heftig diskutiert. FOTO: FRANK HOMANN

Über die geplante Bebauung auf den freien Flächen am Ortsrand von Vinxel und des Hobshofareals wird heftig diskutiert. Nun gibt es dort Grabungen.

Vinxel. Auf dem Gelände des Hobshofes in Königswinter-Vinxel könnten vor Jahrzehnten menschliche Knochen ausgegraben worden sein. Nun sollen dort Grabungen durchgeführt werden.

Die Diskussion über die Gemeinbedarfsfläche auf dem Gelände des ehemaligen Hobshofes in Vinxel könnte schon bald in ganz neue historische Dimensionen vorstoßen. Wenn die Hinweise aus der Bürgerschaft, die der Stadt vorliegen, zutreffend sind, könnte sich das Areal als ganz spezielle Gemeinbedarfsfläche früherer Zeiten herausstellen. Demnach sind dort vor Jahrzehnten bei Bauarbeiten menschliche Knochen ausgegraben worden.

Die Stadt teilte mit, dass die Außenstelle des LVR-Amtes für Bodendenkmalpflege ab kommender Woche eine so genannte archäologische Sachverhaltsermittlung durchführen wird. Auf gut Deutsch heißt das, es gibt Grabungen. Mit dem Bagger werden einige Suchschnitte angelegt. Abgestimmt ist das nicht nur mit der Stadt, sondern natürlich auch mit dem Noch-Eigentümer, dem Erzbischöflichen Schulfonds in Köln, der das Gelände inzwischen an einen Investor aus Düsseldorf verkauft hat.

Wenn die Hinweise tatsächlich stimmen, wird an dieser Stelle zwar nicht Troja zu Tage gefördert werden, aber immerhin ein paar menschliche Überreste. Was wiederum dafür sprechen würde, dass sich in unmittelbarer Nähe der Kapelle in früheren Zeiten ein Friedhof befunden hätte. Was ja nicht wirklich ungewöhnlich wäre. Von einem Schlachtfeld ist dagegen eher nicht auszugehen.

Welche Konsequenzen ein solcher Fund für die Planungen des neuen Investors und für die Wünsche der Bürger, an dieser Stelle doch noch ein Dorfgemeinschaftshaus zu errichten, hätte, wird sich erst noch zeigen. Ein Schelm, der jetzt denkt, vielleicht hat ja ein böser Mensch dort flugs ein paar Knochen vergraben, um die Geschichte in seine Richtung zu lenken. Die rheinischen Archäologen werden die Wahrheit schon ans Tageslicht bringen.