Fest des Gesangvereins

Rauschendorfer feierten drei Tage vor der alten Schule

Sommerfest MGV Rauschendorf Foto: Frank Homann

Sommerfest MGV Rauschendorf Foto: Frank Homann

RAUSCHENDORF. Der Männergesangverein Gemütlichkeit Rauschendorf aus Königswinter hatte dazu eingeladen, bei Musik und einem kunterbunten Programm gemeinsam mit Freunden und Nachbarn die Ferien ausklingen zu lassen. Und das gleich über drei Tage.

Dass sie nicht nur gerne, sondern vor allem „feste“ feiern können, das stellen die Rauschendorfer bei vielen Anlässen und Veranstaltungen in ihrem Dorf immer wieder gerne unter Beweis. So auch am vergangenen Wochenende: Der Männergesangverein Gemütlichkeit Rauschendorf hatte dazu eingeladen, bei Musik, kulinarischen Leckereien und einem kunterbunten Programm gemeinsam mit Freunden und Nachbarn die Ferien ausklingen zu lassen. Nicht nur an einem, sondern gleich an drei Tagen wurde beim traditionellen Sommerfest auf dem Platz an der alten Schule ausgiebig gefeiert, „sonst lohnt sich der ganze Aufwand mit dem Auf- und Abbauen einfach nicht“, so Vorsitzender Heinz Stümper.

Seit vergangener Woche Montag waren die 17 aktiven Sänger bei ihren Vorbereitungsarbeiten auf dem Festplatz anzutreffen. Der Aufbau der großen Pavillons, der Buden und der Bühne wird von Jahr zu Jahr mehr und mehr zum Kraftakt für die Vereinsmitglieder, die ja „alle nicht mehr die Jüngsten sind“. Dafür, dass der Wille seit Jahrzehnten dennoch ungebrochen ist, das dreitägige Fest auf die Beine zu stellen, ist maßgeblich Chorleiter Christian Reckendrees und seinem Vorgänger Ulrich Röttig zu verdanken: „Er hält die Leute zusammen und motiviert uns immer wieder aufs Neue“, so Stümper.

Unterstützung kommt auch von allen anderen Ortsvereinen, denn wenn in Rauschendorf gefeiert wird, dann sind alle mit im Boot. So übernahm beispielsweise der Brauchtumsverein an einem Abend den Thekendienst und der Turnverein hatte ebenfalls ein großes Bewirtungsteam zusammengestellt. Dankbar sind die Sänger auch für das gute Verhältnis zum CJD-Kindergarten. Und natürlich hatten es sich die Kindergartenkinder nicht nehmen lassen, auch in diesem Jahr wieder etwas zum Festprogramm beizutragen: Für ihren lustigen Tanz und die fröhlichen Volkslieder, die die Jungen und Mädchen aus vollem Hals sangen, spendeten die Besucher besonders lang Applaus.

Ebenfalls schon Stammgäste beim Sommerfest sind die Sangesschwestern aus Wuppertal-Cronenberg: Zum 21. Mal in Folge hatten die Chordamen die Anreise aus dem Ruhrgebiet angetreten, und zwar nicht nur, um mit den Rauschendorfern zu feiern, sondern auch, um ihnen ein Ständchen zu bringen. Ebenfalls musikalisch für Stimmung sorgten beim Dämmerschoppen am Freitagabend der vereinseigene DJ Josef und die „Söhne Rauschendorfs“.

Am Samstag spielten die Bläserfreunde Niederdollendorf auf, die abends von den „Helicopters“ abgelöst wurden. Für den guten Ton zum Frühschoppen am Sonntag sorgten die Bröltalmusikanten. Die Rauschendorfer Sänger selbst hatten über die Festtage alle Hände voll zu tun und schlichtweg keine Zeit für eigene Auftritte – nur bei der offiziellen Eröffnung des Festes durch Bürgermeister Peter Wirtz stimmten sie die Rauschendorfer Hymne „Mein Siebengebirge“ an. Sehr zur Freude der MGVler herrschte an allen drei Tagen stets volles Haus beim Sommerfest: „Wir sind sehr zufrieden mit der Resonanz“, bilanzierte Stümper. Dies ist auch umso wichtiger, da die Einnahmen eine tragende Säule darstellen, „um das Vereinsleben aufrechterhalten zu können“.