Neue Gebührenordnung Parkraumkonzept in Königswinter kommt gut an

Weil sich noch rechtliche Fragen stellten, mussten die Automaten vor einem Jahr verhüllt werden.

Königswinter. In Königswinter hat sich die Aufregung um die Neuregelung des Parkraumkonzeptes gelegt. Der Stadtsprecher geht davon aus, dass das neue Konzept gut ankommen wird.

Am 1. April 2017 wurde das Parken in der Königswinterer Altstadt teurer, aber nur wenige Wochen später war es mit der neuen schönen Parkwelt, die längst nicht jedem schmeckte, auch schon wieder vorbei: Die Stadt hatte es zunächst versäumt, die neue Gebührenordnung zu veröffentlichen, dann sie rechtlich noch einmal überprüfen lassen. So lange wurden die überall neu aufgestellten Parkuhren wieder eingepackt. Seitdem ist ein Jahr vergangenen und die Aufregung um die Neuregelung hat sich gelegt, so Stadtsprecher Carsten Herrmann. Im Gegenteil: „Das Parkraumkonzept wird gut angenommen.“

Von Touristen und Besuchern gebe es kaum Rückmeldungen, so der Sprecher. „Und wenn, dann das unsere Gebühren eher moderat als zu teuer sind.“ Tatsächlich waren einige bis dato kostenlose beziehungsweise mit Parkscheibe zu nutzende Parkplätze weggefallen – so zum Beispiel an der Rheinallee, in der Winzerstraße, der Generalkonsul-von-Weiß-Straße und in der Straße Am Palastweiher. Dabei gab es durchaus Stimmen, die befürchteten, ein solcher Schritt könne Touristen von einem Besuch abhalten. Das scheint sich aber nicht bestätigt zu haben. Insgesamt werden in der Altstadt nun 450 Stellplätze ganzjährig bewirtschaftet.

Arbeitsgruppe entwickelte Konzept

Auslöser für die Neuordnung war die Tatsache, dass es in der Altstadt bis dahin ganz unterschiedliche Regelungen gab – teilweise sogar in einer Straße. Eine Arbeitsgruppe mit Vertretern aus Politik und Bürgerschaft, die sich zwischen Februar und November 2016 unter Moderation der Verwaltung traf, entwickelte das jetzige Konzept.

Trotzdem hatten sich vor der Umsetzung Bürger besorgt gezeigt, weil sich fürchteten, keinen Parkplatz mehr zu finden oder hohe Summen dafür zahlen zu müssen. Doch auch sie scheinen sich arrangiert zu haben. „Wir haben 60 Tickets ausgegeben, die es den Inhabern erlauben, überall in der Altstadt zu parken“, so Herrmann. Die haben allerdings auch ihren Preis und schlagen mit 360 Euro im Jahr zu Buche.

Die Alternative: Eine Ausnahmeregelung für 30 Euro im Jahr, die das Parken auf bestimmten Parkplätzen wie dem Bobbygelände erlaubt sowie freies Parken außerhalb der Gebührenzeiten, also nachts und an Wochenenden. Von diesen wurden mittlerweile 100 ausgestellt. „Das Angebot für die Anwohner hat sich dadurch verbessert“, glaubt Herrmann, und es werde von diesen auch positiv aufgenommen.

Zudem will die Stadt das Angebot weiter verbessern. Das Parken gerade auf dem Bobby- und Rheingoldgelände soll besser strukturiert und auch die Zufahrten klarer geregelt werden. „Zudem ist ein Parkleitsystem geplant“, erläutert Herrmann weiter. Dem kann dann der Besucher oder Bürger entnehmen, wie viele Parkplätze wo noch vorhanden sind.

Natürlich hat sich die Stadt davon auch Mehreinnahmen versprochen, im vergangenen Jahr sollten es 150.000 Euro sein, in diesem 200.000 Euro. Das hatte 2017 nicht so ganz geklappt, schließlich hatte man die zeitweise „Verhüllung“ nicht eingeplant.

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