Situation am Rheinufer

Neues Verkehrskonzept für Niederdollendorf

Niederdollendorf. Ein neues Konzept soll den Verkehr am Niederdollendorfer Rheinufer entzerren. Dabei geht es auch um eine neue Führung in der Godesberger Straße und die Parksituation rund um das Weinhaus am Rhein.

Die unbefriedigende Situation am Niederdollendorfer Rheinufer und in den Rheingassen hat die Stadt auf den Plan gerufen. Jetzt liegt ein Konzept vor, das den Bürgern demnächst vorgestellt werden soll. Ein Punkt: Die Godesberger Straße soll demnächst zur Einbahnstraße werden und nur noch rheinwärts befahren werden können.

Zunächst wird die Planung am Dienstag, 10. April, dem städtischen Bau- und Verkehrsausschuss durch ein Planungsbüro präsentiert. Wenn dieser seine grundsätzliche Zustimmung erteilt, kann das Konzept auch der Öffentlichkeit vorgestellt werden. In der Bürgerschaft hatte es in der Vergangenheit immer wieder Kritik an den Verhältnissen mit dem fahrenden und ruhenden Verkehr in dem Gebiet zwischen Hauptstraße, Fährstraße und Schönsitzstraße gegeben.

Neue Verkehrsführung

Außerdem war es vor allem zwischen Fußgängern und Radfahrern immer wieder zu Konflikten gekommen. Die Verwaltung schlägt daher vor, auf die Behebung der mangelhaften Verkehrssicherheit insbesondere der Fußgänger und Radfahrer das Hauptaugenmerk zu legen, bevor das Rheinufer im südlichen Bereich der Promenade auch städtebaulich aufgewertet wird.

Durch eine neue Verkehrsführung in dem betroffenen Gebiet soll die Voraussetzung dafür geschaffen werden, dass die vorhandenen Flächen künftig besser genutzt werden können. Die Fährstraße soll dabei nach dem Vorschlag der Verwaltung nach wie vor in beide Richtungen befahrbar bleiben. Dagegen ist geplant, die Straße „Rheinufer“ von der Fährstraße bis zu den neuen Stellplätzen in Höhe der Schönsitzstraße als Einbahnstraße auszuweisen.

Neuregelung für ruhenden Verkehr

Das gilt auch für die Godesberger Straße, in der sich mehrere Arztpraxen und eine Apotheke befinden. Sie soll nur noch in Richtung Rheinufer befahrbar sein. Eine Ausfahrt von der Godesberger Straße in die Hauptstraße soll dann nicht mehr möglich sein, wovon sich die Stadt eine deutliche Verbesserung des Knotenpunktes verspricht. Geplant ist auch, die Verbindungsgasse zwischen Godesberger Straße und Rheinstraße durch einen Poller zu versperren, damit Autofahrer nur noch über die Straße „Rheinufer“ und die Schönsitzstraße zur Hauptstraße zurück gelangen.

Rund um das Weinhaus am Rhein soll der ruhende Verkehr neu geregelt werden. Parken im Bankettbereich und zwischen den Bäumen würde dort künftig verboten sein. Um dennoch Parkraum zu schaffen, sind 22 neue Stellplätze im südlichen Bereich in Höhe der Schönsitzstraße geplant.

Fahrbahnbreite soll verringert werden

Die fehlenden Parkplätze in diesem Bereich waren bereits in der jüngsten Sitzung des Bau- und Verkehrsausschusses Thema gewesen. 19 Anwohner haben einen Bürgerantrag unterschrieben, in dem sie die Einrichtung von Anwohnerparkplätzen in den Straßen „Rheinufer“, „Schönsitzstraße“ und „In den Flachten“ fordern. Die Verwaltung hält es in ihrer Vorlage für möglich, dass in der Wohnanlage „In den Flachten“ tatsächlich Parkplätze fehlen, was den Parkdruck verursachen könnte.

Die Eigentümergemeinschaft sei dann aber zunächst selbst dafür verantwortlich, für Lösungen zu sorgen, etwa durch eine Erweiterung der Tiefgarage oder durch das Anlegen von Stellplätzen auf den Grünflächen. Das Thema wurde damals im Hinblick auf das jetzt vorliegende Konzept auf die Sitzung in der kommenden Woche vertagt. Die Verwaltung empfiehlt dabei in einer neuen Vorlage wiederum, den Antrag abzulehnen. Im Bereich der künftigen Einbahnstraßenregelung soll die Fahrbahnbreite auf drei Meter verringert werden.

Kosten von 1,15 Millionen Euro

Im gesamten Plangebiet ist ein 2,50 Meter breiter Radstreifen vorgesehen. Fahrbahn und Radwege sollen durch unterschiedliche Beläge besser unterschieden werden können. Fußgängern und Radfahrern werden nach den Planungen Bereiche konkret zugewiesen, sodass gefährliche Begegnungen zwischen beiden Nutzergruppen bald der Vergangenheit angehören sollen. Wenn alle Maßnahmen umgesetzt werden, würde das – so die Schätzung der Verwaltung – 1,15 Millionen Euro kosten.