Männerchor Quirrenbach

Musikalisches Rendezvous zum Jubiläum

Ständchen zum Jubiläum: Die Sänger des MGV Rauschendorf eröffneten das Chorfest „Sechs um drei“ in Eudenbach.

Ständchen zum Jubiläum: Die Sänger des MGV Rauschendorf eröffneten das Chorfest „Sechs um drei“ in Eudenbach.

EUDENBACH. Der Männerchor Quirrenbach feiert sein 110-jähriges Bestehen mit einem Chorfest. Befreundete Singgemeinschaften gratulieren.

„Sechs um drei“ – oder anders ausgedrückt: „Sechs Chöre, nachmittags um drei.“ Vor 110 Jahren wurde der Männerchor Quirrenbach gegründet. Und im Jubiläumsjahr verabredete er sich zum Chorfest mit fünf befreundeten Singgemeinschaften. Im rappelvollen Saal des Gasthauses „Zum Siebengebirge“ feuerten sie gemeinsam ein musikalisches Feuerwerk ab.

Manfred Eulenberg, Vorsitzender des MGV Kölsch Büllesbach, sprach allen Sängern aus dem Herzen, als er sagte: „Es macht Spaß, nach dem Auftritt hierzubleiben und den anderen zuzuhören.“ Gerade auch die Büllesbacher hatten mit knackigen Liedern das Publikum zum Jubeln gebracht. Nach den eher melancholischen Weisen „Im Abendrot“ von Franz Schubert und „Der träumende See“ von Robert Schumann boten die Sänger um Dirigent Ruslan Aliyev mit „Spinn, Mädchen, spinn“, „Grenadiere“ und dem Lied von den zwei Hasen „Zwischen Berg und tiefem, tiefem Tal“ drei tolle Titel.

Begleitet wurden sie dabei teilweise am Klavier von Pavel Brochin, dem Leiter des Jubiläumschores, der den Schlusspunkt setzte. Vorher aber hatte der MGV Gemütlichkeit Rauschendorf das musikalische Rendezvous eröffnet. Mit ihrem neuen Dirigenten Christian Röhrig starteten die Männer klassisch in das Jubiläumskonzert: Sie trugen zum Auftakt den „Festgesang – Musik, du heilige Kunst“ von Christian Siegler vor. Schön auch „Am herrlichen Rhein“ oder „Das erste Bier muss zischen“. Der MGV Eintracht Asbach mit Valery Kashlyaev an der Spitze verzeichnet auch bereits eine Tradition von 130 Jahren.

Die Herren rissen das Publikum mit den Titeln „Ein kleines Stück Musik“, „Deep River“ oder „Chiquita Rosa“ mit. Eine Freundschaft über Jahrzehnte pflegen die Quirrenbacher mit dem MGV Liederkranz Aegidienberg von 1875. Lange hatten sie sogar mit Karl Josef Krahe einen gemeinsamen Dirigenten. Auch die Nachbarn zeigten sich von ihrer besten Seite. Dirigent Guido Wilhelmy lockte volle Leistung aus seinen Herren. „Ein bisschen Boogie muss sein“, „Freiheit“ oder „Oh happy Day“ trugen sie vor.

Sechs Chöre – und einer davon war weiblich. Der Frauenchor Melodia aus Asbach mit Dirigent Ruslan Aliyev – quasi „unser Dauergast im Oberhau“, wie Josef Göbel als Vorsitzender des Quirrenbacher Chores und Moderator die „Mädels“ ankündigte – heimste ebenfalls viel Applaus ein. Sie trugen unter anderem den südafrikanischen Gospelsong „Siyahamba“ oder das „Hallelujah“ vor und auch das italienische Lied „Perché fuggi anima mia“.

Die Gastgeber luden mit Reinhard Meys Lied „Freunde, lasst uns trinken“ zur „zweiten Halbzeit“ des Chorfestes ein. Und sogar „Steh auf“ von den Toten Hosen hatten die Herren auf Lager. Da musste eine Zugabe her. Bei dem Bläck-Fööss-Hit „Unser Stammbaum“ sangen viele und klatschten alle mit. Sie sind eben wie sie sind – die Sänger vum Rhing. Das nächste Highlight steht schon bevor: Das Jubiläumskonzert in Eudenbach am 25. September, 11 Uhr, im Gasthaus „Zum Siebengebirge“ mit dem Schedrickchor.