Sicherungsmaßnahmen

Monatelange Sperrung auf der B 42 im Siebengebirge

An der B42 sind erneut Felssicherungsmaßnahmen notwendig, die zur Sperrung eines Fahrstreifens führen.

An der B42 sind erneut Felssicherungsmaßnahmen notwendig, die zur Sperrung eines Fahrstreifens führen.

Königswinter. Autofahrer müssen sich auf Behinderungen auf der B42 einstellen. Ab dem 2. Oktober ist für zwei Monate zwischen Rhöndorf und Königswinter nur eine Spur frei. Grund ist eine dringend notwendige Böschungssicherung mit Felsankern.

Zwei Monate lang steht demnächst auf der B 42 zwischen den Anschlussstellen Rhöndorf und Königswinter in Fahrtrichtung Köln nur ein Fahrstreifen zur Verfügung. Zwischen dem 2. Oktober und Ende November lässt die Straßen-NRW-Regionalniederlassung Rhein-Berg eine dringend notwendige Böschungssicherung mit Felsankern oberhalb der Bundesstraße durchführen.

Hinter der kurzen Meldung verbirgt sich eine aufwendige Bautätigkeit, die laut Landesbetrieb von der B 42 aus nicht zu sehen sein wird und daher – ohne entsprechende Erklärung – auf Unverständnis der Verkehrsteilnehmer, die möglicherweise im Stau stehen werden, stoßen dürfte. Aus einer etwa hundert Jahre alten, 14,50 Meter langen und 4,50 Meter hohen an den Fels gesetzten Natursteinmauer unterhalb der Straße „Am Domstein“ hat sich ein Stein gelöst, wie ein Mitarbeiter des Landesbetriebs auf Nachfrage erläuterte. Weitere Steine drohten sich ebenfalls zu lösen. Der Schaden sei bei der Streckenkontrolle aufgefallen. Außerdem habe es einen Hinweis eines Privateigentümers gegeben. Die Böschung ist Eigentum des Landes NRW.

Mit 15 drei Meter langen Injektionsankern und 24 sieben Meter langen Ankern soll die Mauer nun an den Fels gedübelt werden. Auf einer Länge von neun Metern wird sie zusätzlich noch durch ein Netz gesichert. Die restlichen 5,50 Meter der Mauer werden neu aufgebaut.

Die Sperrung eines Fahrstreifens der B 42 ist nach Auskunft des Landesbetriebs notwendig, weil die Baustelle nur über ein benachbartes Privatgrundstück überhaupt zu erreichen ist. Bohrgerät und Material müssen daher von der Bundesstraße aus mit einem Kran auf die Arbeitsplattform transportiert werden. Die Arbeiten können erst Anfang Oktober beginnen, weil die Mauer freigeschnitten werden muss und die Schonzeit für Gehölze Ende September endet.