Bürgerfest in Königswinter

Milz: Der Aufschwung in der Altstadt ist sichtbar

KÖNIGSWINTER. "Das müssen wir doch unterstützen!" Für den Vorsitzenden der Großen Königswinterer Karnevalsgesellschaft (GKKG), Guido Hoffmann, war sonnenklar, dass die Drachenfelsperlen, das Tanzcorps der GKKG, beim Bürgerfest in der Altstadt innerhalb der Reihe "Königssommer" mitmachen würden.

Und nicht nur die "großen" Tänzerinnen der KG schmückten am Sonntag die Altstadt. Süß auch die "Minis", die ihre Tänze auf dem roten Teppich vor dem Zera-Gebäude vorführten: Das Fest von Bürgern für Bürger, das Martina van Stuyvenberg und Yvonne Boller vom Gewerbeverein Königswinter organisiert hatten, lockte eine Menge Besucher bei strahlendem Sonnenschein. Die Hauptstraße war Festmeile.

Landtagsabgeordnete Andrea Milz meinte zur offiziellen Begrüßung: "Der Aufschwung in der Altstadt ist sichtbar, Geschäftsleute und Vereine ziehen an einem Strang. Ich freue mich, dass es bei diesem Fest Gelegenheit gibt, dass alteingesessene Bürger und Neubürger zusammenkommen."

Viel Spaß hatte die Politikerin gleich beim Auftritt der Kinderturngruppe und der Zirkusgruppe Palapü des Turnvereins Königswinter. Die Zauberinnen Johanna, Finja und Luciana verrieten ihr Geheimnis aber nicht. Und Carolin, die mit einem Teller jonglierte, war ebenfalls unnachahmlich. Auch die KG Postalia schickte das Schönste, was sie aufzubieten hat: ihr Tanzcorps. Geschäftsleute und Händler hatten Stände auf der Straße aufgebaut. Aber auch Hauptstraßen-Anwohnerin Lüse Brink war dabei mit einem kompletten Blümchen-Service. "Es ist ganz toll, dass es dieses Bürgerfest in Königswinter gibt." Eigens aus Eschweiler kam Katharina Wilden mit selbstgenähten Täschchen und Kissen. "Es gefällt mir sehr gut hier." Patricia Krauthausen hatte ebenfalls Handarbeiten an ihrem Stand, und Künstlerin Maria-Luise Sonja Kleineberg Bilder.

Musikschul-Chef Walter Burger sorgte zwischendurch mit 15 Schülern für Schwung. Ansonsten spielte die Band "Drops" aus der Altstadt den ganzen Tag - ebenfalls ehrenamtlich: Das war für Alex Thiemer und Patrick Größchen Ehrensache.

Vereine stellten sich vor - so wie der Emma-Club, die Bärenhorde vom Rhein, der Tierschutzverein und die Schwarz-Gelben Fründe vom Drachenfels. Die Awo Königswinter hatte mit Waffeln ein heißes Eisen im Feuer. Der Alevitische Kultur- und Solidaritätsverein lockte mit köstlichen Spezialitäten. Kuchen gab es beim Kindergarten Kleiner Drache.

Manfred und Daniel Kirchrath sowie Gerry Krahe sind bei der Freiwilligen Feuerwehr: Beim Altstadtfest löschten sie jedoch den Durst der Besucher an ihrem Getränkewagen. Ihre Meinung: "Alle müssen hier mitmachen!" Wie die Vereine "ticken"? Moderator Stefan Seebach befragte Löschzugführer Thomas Hamacher und Axel Bienentreu, den König der Sankt Sebastianus-Männer-Schützenbruderschaft und Bezirkskönig, über die Aufgaben der Freiwilligen Feuerwehr und der Schützen. Dabei stand das soziale Engagement im Vordergrund. Bienentreu, in beiden Organisationen aktiv: "Ohne meinen tollen Adjutanten Hank Dohr hätte ich das nicht schaffen können."

An einem Stand vereint waren die Stadt, die VHS Siebengebirge und das Siebengebirgsmuseum. Und Ulrich Berres im Mittelalter-Gewand zeigte Besuchern wie Tim-Alexander Overath und Elisa Krueger den 1000-Jahre-Jubiläums-Krug. Noch ein weiteres Highlight: Werner Dahm erklärte etwa 25 Interessenten bei einem Rundgang das mittelalterliche Königswinter.