Planungsausschuss in Königswinter

Mehr Sicherheit für Fußgänger auf der Rheinallee

Zusätzliche Schilder, die demnächst installiert werden, sollen für die Sicherheit von Fußgängern sorgen.

Zusätzliche Schilder, die demnächst installiert werden, sollen für die Sicherheit von Fußgängern sorgen.

Oberpleis. Weil sich die Radfahrer nicht an das geforderte Schritttempo halten, sollen sie zum Absteigen gezwungen werden. Entsprechende Schilder werden demnächst von der Stadt aufgestellt. In Eisbach will sich die Stadt um einen sichereren Schulweg kümmern.

Die Sicherheit von Fußgängern auf der Rheinallee, ein sichererer Schulweg von Eisbach nach Oberpleis und die Begrünung der Dächer von Bushaltestellen waren drei von vielen Themen, mit denen sich der städtische Bau- und Verkehrsausschuss in seiner Sitzung beschäftigte.

Rheinallee

Immer wieder kommt es auf der Rheinallee zu gefährlichen Begegnungen zwischen Fußgängern und Radfahrern. Daran hat auch die vor rund einem Jahr eingeführte Ausweisung eines etwa zwei Kilometer langen Abschnitts der Rheinpromenade als Fußgängerzone nichts geändert. Viele Radfahrer halten sich nicht an das vorgeschriebene Schritttempo. Auch die Alternativstrecke durch die Altstadt nutzen sie wenig. Zusätzliche Schilder sollen demnächst für mehr Sicherheit für die Fußgänger sorgen. Sie fordern die Radfahrer im Bereich des Eselsbrunnens und der Zufahrt zur Fähre zum Absteigen auf. Auf einem weiteren Schild werden die Radfahrer gebeten, auf Fußgänger zu achten und Schritttempo zu fahren.

An der Stadtbahnhaltestelle „Fähre“ ist zudem der Einbau von Sperrgeländern vorgesehen. Die Stadt reagiert damit auch auf einen Bürgerantrag, in dem die Antragstellerin „Gefährdungssituationen im Sekundentakt“ geschildert hatte. Die wartenden Fahrgäste seien für die Radfahrer Slalomstangen. „Wir müssen die Fußgänger hier absichern, weil die Akzeptanz bei den Radfahrern nicht da ist“, sagte Franz Gasper (CDU). „Die Maßnahmen sind alternativlos. Sonst bekommen wir hier nie Ruhe rein“, meinte auch Michael Ridder (Königswinterer Wählerinitiative).

Schulweg von Eisbach

„Mehrere Beinahunfälle“ hat es nach Auskunft von Thomas Koppe gegeben, der den Bürgerantrag der Eisbacher zur Sicherung des Schulweges von ihrem Ort nach Oberpleis im Ausschuss erläuterte. Stellvertretend für die Dorfgemeinschaft und die Stiftung Eisbacher Marienkapelle werden verschiedene Maßnahmen gefordert. Dabei geht es vor allem um den Kreuzungsbereich L 331/L 143 und den unbeleuchteten Schulweg entlang der L 331 zwischen der Einmündung Fasanenweg und der Kreuzung Niederbach.

Die Verwaltung wurde beauftragt, mit dem zuständigen Landesbetrieb Straßen NRW über die Einrichtung einer Beleuchtungsanlage entlang der L 331 zu verhandeln. Auch bei den anderen Forderungen der Bürger soll die Verwaltung mit dem Landesbetrieb nachverhandeln. Dazu gehören eine Verlängerung der Grün-Phase und ein akustisches Signal für die Fußgänger, eine Geschwindigkeitsreduzierung, die Einrichtung eines Fußgängerüberweges oder alternativ von zwei Querungshilfen und die Schaffung besserer Sichtverhältnisse. Nach diesem Beschluss applaudierten die zahlreichen Eisbacher, die die Sitzung verfolgt hatten, dem Ausschuss und gingen zufrieden nach Hause.

Grüne Bushaltestellen

Auf grundsätzliche Sympathie im Ausschuss stieß der Antrag der Königswinterer Wählerinitiative, die Verwaltung solle prüfen, inwieweit sich die Dächer der Bushaltestellen im Stadtgebiet für die Begrünung mit Blühpflanzen eignen. FDP-Fraktionschef Bruno Gola stellte allerdings die Frage, ob eine Maßnahme, die in Städten sinnvoll sein könne, auch in einer Flächengemeinde mit viel Grün wie Königswinter Sinn mache.

Außerdem gab es den Einwand von Franz Gasper (CDU), dass die Bushaltestellen im Stadtgebiet nach und nach barrierefrei umgebaut werden. „Wir sollten jetzt nicht etwas machen, was wir anschließend wieder rückgängig machen müssen“, sagte er. Der Technische Dezernent Theo Krämer bestätigte dies und sagte, dass der Umbau noch viele Jahre dauern werde. Er schlug daher vor, bei den nächsten Bauvorhaben die Kosten mit und ohne Begrünung zu ermitteln. Zunächst werde die Haltestelle in Heisterbacherrott barrierefrei umgebaut. Diesem Vorgehen stimmte der Ausschuss einstimmig zu.