Beliebter Volkslauf

Löwenburglauf im Siebengebirge vor der Rettung

Der erste Anstieg auf der alten Strecke beim Löwenburglauf unmittelbar nach dem Start am Lemmerzbad.

Der erste Anstieg auf der alten Strecke beim Löwenburglauf unmittelbar nach dem Start am Lemmerzbad.

Siebengebirge. Aus personellen Gründen hatte der TV Eiche Bad Honnef den diesjährigen Löwenburglauf abgesagt. Nun soll der beliebte Volkslauf doch stattfinden - dank eines neuen Organisators.

Nun soll der Löwenburglauf in diesem Jahr doch stattfinden. Nach der Absage des TV Eiche Bad Honnef möchte der Königswinterer Lauforganisator Arne Pöppel die Veranstaltung am 9. September retten. Wie bei den ersten zwölf Läufen soll in diesem Jahr wieder am Lemmerzbad in Königswinter gestartet werden.

In den vergangenen vier Jahren hatten Start und Ziel des traditionsreichen Laufs im Reitersdorfer Park in Bad Honnef gelegen und somit im Heimatort des Ausrichters TV Eiche. In diesem Jahr hatte der Verein bekannt gegeben, dass der Lauf aus personellen Gründen ausfallen müsse. „Wir werden 2019 mit einem neuen Konzept wieder an den Start gehen“, teilte man dort weiter mit.

Von der Absage wurde auch Arne Pöppel überrascht. Der Organisator des Beueler 10ers und des Beueler Teamlaufes möchte mit seinem Verein für gesundheitsbewussten Ausdauersport beim Löwenburglauf in die Bresche springen. „Wir finden den Lauf schön und wollen, dass die Veranstaltung für die Region erhalten bleibt“, sagte er dem General-Anzeiger. Die Rettungsaktion soll mit der Rückkehr zur alten Strecke verbunden sein, die Pöppel schöner, profilierter und mit dem Start und Ziel am Lemmerzbad auch vom Ambiente her attraktiver findet. Diese Strecke ist 15,6 Kilometer lang, die Läufer müssen dabei 400 Höhenmeter überwinden.

Viele Gespräche geführt

In den vergangenen Tagen hat er bereits viele Gespräche geführt und Genehmigungen beantragt. Schließlich führt der Lauf durch den Naturpark und das Naturschutzgebiet Siebengebirge. Gesprochen hat Pöppel auch mit dem Organisator des Siebengebirgscups Josef Hoß, der sein Vorhaben sehr begrüßt habe. Der Löwenburglauf soll nach dem Europalauf in Hennef, der bereits im Juni stattgefunden hat, dem Malberglauf im August und vor dem Siebengebirgsmarathon im Dezember in Aegidienberg die dritte von vier Stationen des Wettbewerbes sein.

Auch mit dem Geschäftsführer der Schwimmtreff GmbH, die Betreiber des Lemmerz-Freibads ist, Ingolf Pott, hat Pöppel gesprochen. Telefonisch habe man bereits vereinbart, dass die Teilnehmer des Löwenburglaufes anschließend wieder das Bad nutzen können. „Es geht nur noch um Nuancen“, so Pöppel. Auch Sponsoren und eine Zeitmessfirma wurden bereits gewonnen. Die Zeiten sollen mit dem Champion Chip ermittelt werden.

Freude beim TV Eiche

Marita Weinberg, Geschäftsführerin des TV Eiche Bad Honnef, begrüßt die Initiative zur Rettung des Löwenburglaufes ebenfalls. „Wir stehen voll dahinter und freuen uns, wenn die Veranstaltung auch in diesem Jahr stattfindet“, sagt sie. Sie sehe, dass es für die Siebengebirgscup-Teilnehmer ein Problem sei, wenn der Lauf in diesem Jahr ausfallen würde. Ihr Verein könne die Veranstaltung nicht ausrichten, weil die Helfer fehlen. „Der Löwenburglauf ist eine Veranstaltung der Leichtathletik-Abteilung, die von drei jungen Leuten getragen wird, die sich alle in Prüfungen befinden“, sagt sie. Für das kommende Jahr könne sich der Verein vielleicht anders aufstellen, um den Lauf selber wieder auszurichten. „Möglicherweise können wir auch ein paar Dinge ändern, die nicht so einen hohen logistischen Aufwand erfordern wie der Start im Reitersdorfer Park“, so Weinberg.

Denn Start und Ziel des Laufes über knapp 14 Kilometer mit 428 Höhenmetern war seit dem Jahr 2014 der Reitersdorfer Park in Honnef. An der 16. Auflage im vergangenen Jahr hatten rund 200 Läufer teilgenommen. Auf der neuen Strecke waren die Teilnehmerzahlen früherer Jahre nicht mehr erreicht worden. Der Rekord datiert ins Jahr 2004 zurück, als 461 Läufer das Ziel erreicht hatten. 2012 gingen 467 Teilnehmer an den Start.