"Movements en continu"

Kunst im Sinne der Städtepartnerschaft

Marie-Claire Pajeile vor einem ihrer Werke.

KÖNIGSWINTER. Dass im Frühsommer 1989 die Verträge zur Städtepartnerschaft zwischen Königswinter und der französischen Stadt Cognac unterzeichnet wurden, ist nun ziemlich genau 25 Jahre her.

Den Auftakt zu einer Reihe von Jubiläumsveranstaltungen machte die Ausstellung "Movements en continu" der aus Cognac stammenden Künstlerin Marie-Claire Pajeile im Haus Bachem. Der stellvertretende Bürgermeister Sokratis Theodoridis eröffnete die Vernissage und sagte: "Frankreich und Deutschland stellen Stabilitätsfaktoren für Europa dar." Umso wichtiger sei es, die partnerschaftlichen Beziehungen auch im Kleinen zu pflegen. Einen maßgeblichen Anteil an einem solchen Engagement haben der "Verein zur Förderung der Partnerschaft Königswinter - Cognac 1989" und Veranstaltungen wie diese, zu der die Stadt eingeladen hatte.

Auch der Vorsitzende des Vereins, Karsten Hinrichs, richtete das Wort an die Besucher und zeigte sich erfreut über die vielen Interessierten, die gekommen waren - nicht zu Unrecht: Selten war eine Ausstellungseröffnung so gut besucht. Kunstkenner und Vereinsmitglieder waren in Scharen gekommen, um die Werke zu besichtigen. Bei Wein, Sekt und französischem Salzgebäck konnten sich die Besucher den Leinwänden der Künstlerin hingeben - und die waren wahrlich von berauschender Schönheit. Ob Cocktailpartys, Pferderennen, Szenen an der Seine oder im Regen in der Stadt: Pajeiles Pinselführung ist es, die in jedem Motiv faszinierend fließende Bewegungen erzeugt.

Die Menschen auf den Leinwänden bleiben anonym, Gesichtszüge sind nicht zu erkennen. Allein die Silhouetten schaffen es, Personen und Momentaufnahmen lebendig zu machen. Die Farben strotzen vor Kraft. So wie die Tänzerin, die in Braun- und Rot-Tönen über allem Stillstehenden zu schweben scheint - im Einklang mit sich und ihrer Umgebung. Die Künstlerin ist in Tourcoing, Nordfrankreich, geboren, studierte an der Hochschule für bildende Künste in Tourcoing und hatte 1970 ihre erste Einzelausstellung. Sie stellt unter anderem in Frankreich, Russland, den USA und England aus.

Die Ausstellung ist dienstags bis freitags von 14 bis 17 Uhr, samstags und sonntags 14 bis 18 Uhr, im Haus Bachem, Drachenfelsstraße 4, geöffnet.