Thema im Planungsausschuss

Kommt ein Fitnessstudio auf Gut Buschhof?

Der Dornröschenschlaf auf Gut Buschhof könnte im kommenden Jahr vorbei sein, wenn das Fitnessstudio kommt.

Der Dornröschenschlaf auf Gut Buschhof könnte im kommenden Jahr vorbei sein, wenn das Fitnessstudio kommt.

Thomasberg. Nach zwei Jahren beschäftigt sich der Königswinterer Planungsausschuss erneut mit den Planungen für das Gebäude in Thomasberg.

Nach mehr als zwei Jahren kommt wieder Bewegung in die Planungen für ein Fitnessstudio auf Gut Buschhof. Die Investoren Dirk Kornmeyer und Torsten Scheibel möchten auf zwei Etagen und auf einer Fläche von rund 660 Quadratmetern ein solches Studio einrichten. Im März 2017 hatte sich der Königswinterer Planungs- und Umweltausschuss erstmals mit dem Bürgerantrag der Thomasberg Hotel- und Sportanlagen Betriebsgesellschaft für den Gebäudeteil zwischen den vorhandenen Tennishallen I und II befasst. Dort hatten sich früher eine Squashhalle und ein Restaurant befunden.

Der Bürgerantrag wurde damals unter der Bedingung angenommen, dass sich die Antragstellerin zur Übernahme der durch die Planänderung und Planumsetzung entstehenden Kosten und Folgekosten verpflichtet. Der städtebauliche Vertrag ist inzwischen unterzeichnet. Jetzt steht das Thema auf der Tagesordnung des Planungs- und Umweltausschusses am kommenden Mittwoch, 29. Mai, in Oberpleis (17 Uhr, Rathaus).

Die Politik soll den Aufstellungsbeschluss zur Änderung des Bebauungsplans „Buschhof“ fassen. Der Bebauungsplan soll anschließend im beschleunigten Verfahren durchgeführt werden. Der Plan muss geändert werden, weil der bestehende ein Fitnessstudio nicht zulässt und stattdessen eine Tennishalle oder ein Schwimmbad und einen Kommunikationsbereich vorschreibt. Ein Schwimmbad hat es hier allerdings nie gegeben.

Verkehrsgutachten wurde erarbeitet

Im Vorfeld des Bebauungsplanänderungsverfahrens wurde bereits ein Verkehrsgutachten erarbeitet. Dabei wurden nicht nur die Auswirkungen durch das Fitnessstudio, sondern auch die Folgen bei der Ansiedlung potenziell möglicher Nutzungen untersucht. Die anbindenden Straßen und der Knotenpunkt Rosenaustraße/Am Wildpfad könnten den neu entstehenden Verkehr abwickeln.

Die Stadt hat dem Investor mitgeteilt, dass nach dem Aufstellungsbeschluss und dem Beschluss über die frühzeitige Bürger- und Behördenbeteiligung als nächstem Schritt eine Bürgerinformationsveranstaltung anstehe. Nach der Abwägung aller Stellungnahmen könnte der Punkt bei der nächsten Ausschusssitzung am 11. September wieder auf der Tagesordnung stehen. Nach der erneuten Offenlage und Abwägung wäre mit dem Satzungsbeschluss Anfang 2020 zu rechnen. Dann könnten die Bauanträge gestellt werden.

Kornmeyer, Geschäftsführer der beiden Sportparks in Windhagen und Asbach, ist froh, dass es weitergeht. „Wir halten an dem Projekt fest. Der Standort ist äußerst attraktiv und die Immobilie äußerst interessant“, sagte er. Bereits seit 2017 bestehe ein Mietvertrag mit dem Eigentümer, der seitdem ruhe. Unmittelbar nach dem Satzungsbeschluss soll der Bauantrag gestellt werden. Kornmeyer hofft auf eine schnelle Bearbeitungszeit. Als Bauzeit rechnet er mit vier bis fünf Monaten. „Es handelt sich ja im Grunde um eine Kernsanierung: Alles muss raus und neu gemacht werden – Sanitär, Elektrik, Heizung und so weiter.“