Kindergarten Pusteblume

Kita als "Haus der kleinen Forscher" zertifiziert

Ob im Bach oder am Matschtisch, Wasser finden die Kinder des Kindergartens Pusteblume einfach toll. FOTO: GABRIELA QUARG

Ob im Bach oder am Matschtisch, Wasser finden die Kinder des Kindergartens Pusteblume einfach toll.

OBERPLEIS. Wie sieht der Bach aus, wie klingt er und wie fühlt er sich an? Welche Tiere und Pflanzen leben dort? Und ist es eigentlich schön, als Familie direkt an einem Bachlauf zu wohnen? Fragen über Fragen, denen die Kinder im Rahmen einer Projektarbeit auf den Grund gingen.

Er fließt 0,54 Stundenkilometer schnell, ist 13,7 Grad warm, hat klares Wasser und glücklicherweise auch einen neutralen PH-Wert - die Rede ist vom Lützbach in Oberpleis. Der plätschert in unmittelbarer Nähe des Kindergartens Pusteblume vorbei und wurde deshalb von den Jungen und Mädchen zum idealen Forschungsobjekt auserkoren. Schließlich handelt es sich bei der Einrichtung ja nicht nur um eine normale Kita, sondern um ein "Haus der kleinen Forscher".

Mit dem im Sommer durchgeführten Bachprojekt hat die Elterninitiative nun zum dritten Mal das entsprechende Zertifikat der bundesweiten Bildungsinitiative "Haus der kleinen Forscher" erworben. Netzwerkkoordinatorin Heike Brüggemann-Prieshoff überreichte Urkunde und Plakette am Dienstag im Rahmen eines kunterbunten Kennenlern- und Forschertages im Kindergarten.

"Wir sind die erste Einrichtung in Königswinter, die bereits zum dritten Mal zertifiziert wurde", berichtet Mitarbeiterin Klaudia Hoffrichter stolz. Sie ist im Kindergarten für die Forschungsarbeit zuständig und hat aus den 44 Pusteblume-Kindern kleine Experten für Bachflohkrebse, selbstgebastelte Wasserräder und Strömungsmesser gemacht.

Wie sieht der Bach aus, wie klingt er und wie fühlt er sich an? Welche Tiere und Pflanzen leben dort? Und ist es eigentlich schön, als Familie direkt an einem Bachlauf zu wohnen? Fragen über Fragen, denen die Kinder im Rahmen der Projektarbeit auf den Grund gingen. Da wurden winzige Bachflohkrebse entdeckt, Flöße gebaut, Wasser gefiltert und Proben untersucht. Exkursionen, zum Beispiel zum Wasserbeschaffungsverband Siebengebirge, rundeten das Forschungsprojekt rund ums nasse Element ab. Auch an der Aktion "Saubere Stadt" haben sich die Kindergarten-Kinder beteiligt, aus "ihrem" Bach Müll gefischt und das Ufer von Unrat beseitigt.

"Aufs Forschen und Experimentieren freuen sich die Kinder immer ganz besonders", so Kita-Leiterin Sabine Barth. Auch deshalb gibt es im Kindergarten einen eigenen Forscherraum, der immer für die Kinder zugänglich ist. Zusätzlich werden drei Forscher-AGs pro Woche angeboten. Und auch die Projektarbeit bringe immer eine Menge schöner Erlebnisse für Groß und Klein mit sich. qg