Aktion des Bürgervereins Rauschendorf

Königwinter hat die erste Mitfahrbank

Einweihung der neuen Mitfahrbank vor der Rauschendorfer Kapelle. Der neu gewählte Vorstand mit Bürgermeister Peter Wirtz sowie Pfarrerin Ute Krüger und Diakon Peter Schmitz, die beide gleich eine Sitzprobe machten.

Einweihung der neuen Mitfahrbank vor der Rauschendorfer Kapelle. Der neu gewählte Vorstand mit Bürgermeister Peter Wirtz sowie Pfarrerin Ute Krüger und Diakon Peter Schmitz, die beide gleich eine Sitzprobe machten.

RAUSCHENDORF. Königswinter hat die erste Mitfahrbank: in Rauschendorf. Der Bürgerverein hat die grün gestrichene Bank am Kapellenplatz neben dem Brunnen aufgestellt. Wer eine Mitfahrgelegenheit sucht, kann mit Hilfe umklappbarer Schilder Autofahrern signalisieren, wohin er möchte.

Bei der Einweihungsfeier mit Bürgermeister Peter Wirtz machten Pfarrerin Ute Krüger und Diakon Peter Schmitz, die gemeinsam eine Andacht hielten, eine Sitzprobe.

„Die Busse fahren hier nicht so oft“, erklärte Krüger den Hintergrund. Zur Feier des Tages gab es ein Buffet mit Kaffee und Kuchen. Und die Rauschendorfer hatten nicht nur das Projekt Mitfahrbank zu feiern, das mit Unterstützung der Volksbank Köln Bonn erfolgreich umgesetzt wurde.

Die Kapelle, die 1961 als Nachfolgerin eines Heiligenhäuschens errichtet wurde und seit 1986 im Besitz des Bürgervereins ist, wurde umfangreich saniert, der Teppichboden herausgerissen, Fliesen wurden gelegt. Das kleine Gotteshaus erhielt eine neue Elektrik und einen frischen Anstrich. Auf dem Vorplatz, am Brunnen, waren Pflasterarbeiten zu erledigen.

Wirtz dankte dem Bürgerverein für das, was er seit Jahrzehnten in Rauschendorf leiste, und besonders auch dafür, dass er die Kapelle und den Platz „unterhält und mit Leben erfüllt“. Er überreichte Bürgervereinschefin Dagmar Ziegner, die sich für die unbürokratische Hilfe der Stadt bedankte, einen Umschlag mit einem Zuschuss.

Auch in Stieldorf soll es eine Mitfahrbank geben

Auch die Pfarrerin hatte gesagt: „Was Ihr hier gemeinsam auf dem Platz macht, das ist der Beginn vom himmlischen Jerusalem. Rauschendorf ist ein Stück himmlisches Jerusalem.“ Diakon Schmitz besprengte mit dem Aspergill die Mitfahrbank, die Kapelle und die Menschen und segnete auch gleich die Orte mit, wohin sie von hier aus fahren werden. Auch in Stieldorf werde der dortige Bürgerverein eine Bank aufbauen, lautete bei dieser Gelegenheit eine gute Nachricht.

In der Kapelle liegt neuerdings ein Gästebuch aus, in das sich künftig auch die Wanderer vom Kapellenwanderweg eintragen können. Wirtz und die beiden Pfarrer nahmen den ersten Eintrag vor, während die Besucher bei Kaffee und Kuchen den sonnigen Nachmittag auf dem Platz genossen.

Etabliert hat sich die vom Bürgerverein organisierte Reihe „Literatur in der Kapelle“. Auf der Jahreshauptversammlung zwei Tage zuvor waren in der Bilanz auch die Vereinsfahrt nach Rüdesheim und der sehr erfolgreiche Gassenflohmarkt erwähnt worden.

Zufrieden ist der Bürgerverein auch mit der Zusammenarbeit der Dorfvereine, die sich bei Veranstaltungen gegenseitig unterstützen, gemeinsame Projekte wie das Aufstellen der Ortseingangsschilder oder monatliche Stammtische durchführen. Am 22. Juni wird das Mittsommernachtsfestival aller Dorfvereine stattfinden. Und am letzten Sonntag im September können die Rauschendorfer wieder ihre Schätzchen beim Gassenflohmarkt anbieten.

Bei den Vorstandswahlen wurden alle Positionen einstimmig besetzt: Vorsitzende bleibt Dagmar Ziegner, ihr Vize ist Gunnar Behrendt, Kassenwart Martin Garg und Schriftführerin Birgit Müller. Beisitzer sind weiterhin Wilma Brenner, Carsten Darenberg, Walburga Krusch, Udo Wichartz. Neu in der Beisitzerriege sind Anja Hanschke und Ulrich zum Winkel.