Bienensachverständiger

Königswinterer zieht mit 25 Bienenvölkern um

Die Hornissen kommen aus der Öffnung ihres Nests.

Die Hornissen kommen aus der Öffnung ihres Nests.

Königswinter. Mit Tieren umziehen ist bereits eine Herausforderung – mit 25 Bienenvölkern wird das Ganze zur Olympische Disziplin. „Das war wirklich eine Kunst für sich“, erzählt Manfred Schmitz.

Der Bienensachverständiger hat den Umzug für seine Insekten so stressfrei wie möglich gestaltet: „Am besten macht man das spät abends, wenn alle im Bienenstock sind. Dann braucht es mindestens drei Kilometer Distanz zum vorherigen Standort“, so Schmitz. Jede Art habe unterschiedliche Flugradien. Bei Wildbienen sei dieser teilweise nur 200 Meter groß, weil sie bestimmte Blumen benötigen und bestäuben.

„Vielfalt bewirkt Vielfalt“, stellt Schmitz fest. Dies gelte sowohl für Bienen,Wildbienen und Wespen wie auch Hornissen. Besonders der Blick auf die Wildbiene geriete oft in Vergessenheit. „Die Honigbiene wird meiner Meinung nach nicht Aussterben, dafür gibt es zu viele Imker.“

Bei der Wildbiene sieht es da anders aus. Die Wildbiene liefert zwar keinen Honig, hat aber eine weitaus höhere Bestäubungsleistung als die Honigbiene. Der Mensch kann der Wildbiene auch Nisthilfe geben: In sogenannten Wildbienenhotels lassen sich die Insekten gerne nieder. Selbst in der Großstadt auf einem Balkon im achten Stock werden Nisthilfen von Wildbienen besiedelt.

Angst vor Stichen sind außerdem unberechtigt: Die Wildbienenmännchen haben keinen Stachel und die Weibchen sind äußerst friedfertig, weil sie keinen Honig zu verteidigen haben.