Zeitreise ins 16. Jahrhundert

Herzlicher Empfang in der Partnerstadt Cognac

Die Königswinterer und ihre Gastgeber im Hof des Schlosses von Franz I. in Cognac.

Die Königswinterer und ihre Gastgeber im Hof des Schlosses von Franz I. in Cognac.

Königswinter. Delegation aus Königswinter reist nach Frankreich. Der Gegenbesuch ist für das nächste Jahr geplant.

Es war wieder soweit: Mitglieder des Partnerschaftsvereins Königswinter-Cognac reisten erneut für einige Tage in die Stadt im Westen Frankreichs. Alle zwei Jahre findet die Tour statt, die in diesem Jahr auf großes Interesse stieß: Der Reisebus war bis auf den letzten Platz gefüllt.

Auf der Hinfahrt machten die Teilnehmer eine Zeitreise ins 16. Jahrhundert: Sie legten einen Halt am Schloss Chenonceau in dem gleichnamigen Ort ein, etwa 270 Kilometer von Cognac entfernt.

In dem Wasserschloss, das nach Versailles zu den meistbesuchten Schlössern Frankreichs zählt, war auch Katharina von Medici einst Schlossherrin. Ihr hat die Anlage etwa ihre berühmte Galerie zu verdanken. Im Cognacer Schloss ihres Schwiegervaters, König Franz I., fand dann das große Partnerschaftsessen der Königswinterer mit ihren französischen Gastgebern statt.

Das Schloss, das sich heute im Besitz der Cognac-Firma Otard befindet, bot den Besuchern bei einem Rundgang reichlich Gelegenheit, in die Geschichte der Stadt einzutauchen.

Neben verschiedenen Aktivitäten mit den Gastgeberfamilien unternahmen die Königswinterer auch zwei Ausflüge: Auf dem Programm standen eine Fahrt nach Bordeaux sowie eine Tour nach Vitrezay samt einer zweistündigen Bootstour auf der Gironde.

Doch nicht nur Sightseeing war bei den Teilnehmern der Fahrt angesagt: So wollten einige langjährige Freunde besuchen, anderen die Stadt und die Charente neu kennenlernen. Ein anderer Teilnehmer, der in den Wirren der Nachkriegszeit in Cognac geboren wurde und anschließend in Deutschland aufwuchs, machte sich auf die Suche nach Spuren seiner früheren Kindheit.

Seit Sommer 1989 besteht die Städtepartnerschaft zwischen Cognac und Königswinter. Wenige Wochen später wurde dann der Verein gegründet, um diese Partnerschaft zu fördern und zu erhalten - beispielsweise mit solchen Reisen. Nach diesem "intensiven Eintauchen in die französische Lebensart" freuen sich die Königswinterer nun auf den Besuch der Franzosen im Siebengebirge im nächsten Jahr. (htl)