Empfang für Konstanze Klosterhalfen in Bockeroth

Großer Bahnhof für „Koko“

Bockeroth. Die Mittelstreckenläuferin Konstanze Klosterhalfen ist von den Olympischen Spielen in Brasilien in ihr Heimatdorf Bockeroth zurückgekehrt und wurde von Freunden und Familie feierlich empfangen.

Die Überraschung ist gelungen: Die Bürgergemeinschaft Bockeroth hatte diese Woche für Olympia-Teilnehmerin Konstanze Klosterhalfen einen Welcome-back-Empfang organisiert, von dem vorher nur die Eltern gewusst hatten. Koko – so wird die 19-Jährige von ihren Freunden und Bekannten gerufen – war richtig ergriffen, als sie gemeinsam mit Klassenkameradinnen durch das Dorf schlenderte und plötzlich vor einem Banner mit der Aufschrift „Bockeroth gratuliert Konstanze“ stand.

Vor dem Banner standen die Eltern Bernd und Britta Klosterhalfen sowie die stolze Oma Anneliese Klosterhalfen, die ihre Enkelin in die Arme nahm und herzte. Hinter dem Banner jubelten rund 50 Bürger der erfolgreichen 1500-Meter-Halbfinalistin zu.

„Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet. Ich freue mich sehr über diese herzliche Begrüßung“, sagte Konstanze. Anschließend erzählte sie von ihren Erlebnissen und Erfahrungen, die sie bei den Olympischen Spielen in Rio gesammelt hat. Strahlend berichtete sie von einem zufälligen Zusammentreffen mit Sprintstar Usain Bolt: „Ich hätte ihn gern angesprochen, aber ich habe mich nicht getraut.“ Aber auch der Empfang der deutschen Mannschaft in Frankfurt hatte Spuren bei Konstanze hinterlassen: „Die Worte des Bundespräsidenten und der Jubel der Fans haben mich sehr beeindruckt.“

Dass viele Bockerother stolz auf ihre derzeit wohl bekannteste Dorfbewohnerin sind, brachte Bürgervereinsvorsitzender Holger Willcke auf den Punkt: „Wir haben nachts vor den Bildschirmen mitgefiebert und dir die Daumen gedrückt. Das Erreichen des olympischen Halbfinales und deine Leistungen über die gesamte Saison sind einmalig. Du hast unser Wir-Gefühl in Bockeroth kräftig gepusht.“

Den überreichten Blumenstrauß warf Konstanze anschließend wie eine Braut rückwärts über die Schultern. Aufgefangen wurde er vom ehemaligen Stadtbrandmeister Bernd Walter, der aber versprach, mit dem Laufen nicht mehr beginnen zu wollen. Vizebürgermeister Sokratis Theodoridis gratulierte für die Stadt und Klaus Wiesehügel für den Stadtsportbund.

Einen Tag später empfingen Bürgermeister Peter Wirtz und Vertreter der SSG Königswinter die Bockerother Olympionikin im Haus Bachem. Bei der SSG hatte Konstanze vor ihrem Vereinswechsel zum TSV Bayer Leverkusen vier Jahre lang trainiert. (ga)