Vorlesewettbewerb

Freude an der Sprache wecken

Volle Konzentration auf den Text: Pascal Bolz am Lesepult.

OBERPLEIS. Die Sechstklässler des Gymnasiums am Oelberg traten beim Vorlesewettbewerb in Französisch an. "Diese Leistung war einfach absolut überzeugend." Julia Kruse-Faulconnier, Französischlehrerin am Gymnasium in Oberpleis, ist voll des Lobes für ihre Schüler, allen voran für Isabel Tapia.

Obwohl die Sechstklässlerin die Fremdsprache erst seit wenigen Monaten lernt, kann ihr - zumindest was das Lesen französischer Texte angeht - kaum einer das Wasser reichen. Beim Vorlesewettbewerb an ihrer Schule jedenfalls belegte sie den ersten Platz. Ebenfalls zu den Französisch-Cracks der Stufe zählen Yannick Sprenger und Elena Nicolai, die die Plätze zwei und drei belegten. Die drei Erstplatzierten konnten sich nicht nur über Medaillen und Urkunden, sondern auch über Büchergutscheine freuen. Diese hatte wie in den Jahren zuvor der Partnerschaftsverein Königswinter-Cognac für den Wettbewerb gestiftet.

"Ziel ist es, die Freude an der Sprache zu wecken, und dabei von Anfang an den Grundstock für eine gute Aussprache zu setzen", erläutert Kruse-Faulconnier, weshalb der schulinterne Wettbewerb Jahr für Jahr mit großem Erfolg unter den Sechstklässlern durchgeführt wird.

Insgesamt 15 Schüler waren am Donnerstag in der Aula des Schulzentrums zum Vorlesewettbewerb angetreten. Alle haben erst seit Schuljahresbeginn Unterricht in der Sprache des Nachbarlandes, deren Aussprache so manche Tücke bereithält. Beim Wettbewerb galt es, einen unbekannten französischen Text in korrekter Aussprache mit entsprechender Betonung vorzutragen - und das nicht nur vor der Jury, sondern auch noch vor Publikum. Jan Minnet, Luca Alhorn, Yannick Sprenger, Elena Nicolai, Pascal Bolz, Aaron Wichartz, Marc Bankstahl, Bianca Bouillon, Lisa Graziola, Laura Gansen, Sadaf Keshrawie, Robin Kunkel, Isabel Tapia, Sophie Heinel und Sarah Heinrichs waren zuvor in klasseninternen Ausscheidungen zu den Wettbewerbs-Kandidaten ihrer jeweiligen Lerngruppe gekürt worden. Der fachkundigen vierköpfigen Jury, der auch zwei Schüler des Leistungskurses Französisch angehörten, fiel die Entscheidung über die Preisträger nicht leicht.

Obwohl den Wettbewerbskandidaten nur fünf Minuten Zeit zugestanden wurde, sich mit dem unbekannten Text vertraut zu machen, trugen alle das Portrait des Schülers Paul, der gerne Honigbrötchen ist, Gitarre spielt und eine Null im Sport ist, ohne großes Holpern und Stocken vor. "Der Text beinhaltet zwar Vokabular, das den Schülern bekannt ist, er ist aber durchaus anspruchsvoll", so Kruse-Faulconnier anerkennend. In den Lesepausen unterhielten die fünf Französisch-Lerngruppen der sechsten Klassen mit Liedern und einem Sketch, die die Schüler mit ihren Fachlehrern einstudiert hatten.