Hangsicherung verzögert sich

Fahrspur an der B42 länger als geplant gesperrt

Stein des Anstoßes: Sabrina Kieback und Bodo Westphal machen sich in dem Hang oberhalb der B 42 selbst ein Bild. FOTO: HOMANN

Stein des Anstoßes: Sabrina Kieback und Bodo Westphal machen sich in dem Hang oberhalb der B 42 selbst ein Bild. FOTO: HOMANN

Siebengebirge. Die Sanierungsmethode mit Ankern an der B42 hat sich als ungeeignet erwiesen. Die Fahrspur zwischen Rhöndorf und Königswinter bleibt daher voraussichtlich bis zum Jahresende gesperrt.

Autofahrer müssen sich noch länger auf Staus auf der Bundesstraße 42 einstellen. Voraussichtlich bis Ende des Jahres bleibt eine Fahrspur zwischen den Anschlussstellen Rhöndorf und Königswinter in Fahrtrichtung Bonn gesperrt. Grund: Die Hangsicherungsmaßnahme des Landesbetriebs Straßen NRW unterhalb der Straße „Am Domstein“ verzögert sich. Auf der B 42 wird zwar nicht gebaut, Bohrgerät und Material werden jedoch von der Bundesstraße aus mit einem Kran auf die Baustelle befördert.

Vorbeifahrende Verkehrsteilnehmer wundern sich, dass bereits seit mehreren Tagen keine Bautätigkeit mehr festzustellen ist. „Das stimmt. Auf der Baustelle herrscht seit einigen Tagen Stillstand“, bestätigte Landesbetriebs-Sprecherin Sandra Kieback am Donnerstag. Die von den Fachleuten gewählte Methode habe sich als nicht geeignet erwiesen.

Nachdenken über Alternativen

Die Natursteinmauer sollte mit 24 sieben Meter langen sogenannten Injektionsankern an den Fels gedübelt werden. Außerdem sollte die Rinne, aus der sich ein rund zwei Tonnen schwerer Felsbrocken gelöst hatte, mit 15 drei Meter langen Ankern stabilisiert werden. „Der Baugrund weist mehr Hohlräume auf, als bei der punktuellen Untersuchung im Vorfeld festgestellt wurden“, sagt Kieback.

Zurzeit werde über Alternativen nachgedacht, wie man die Mauer sichern könnte. Die zuständigen Fachleute seien deshalb in intensiven Gesprächen mit Johannes Feuerbach, der wie bereits beim Zaunbau am Siegfriedfelsen verantwortlicher geologischer Gutachter ist. Nach Auskunft des Bauleiters seien ähnliche Probleme wie bei der laufenden Hangsicherung am Eselsweg aufgetreten.

Entscheidung in sieben bis zehn Tagen

Erst vor drei Wochen hatte die Bezirksregierung Köln bekanntgegeben, dass sich die Sperrung des oberen Eselsweges zwischen Schloss Drachenburg und dem Plateau noch bis zum Herbst 2018 hinziehen werde. Beim Landesbetrieb hofft man nun, dass spätestens in sieben bis zehn Tagen eine Entscheidung getroffen und die Hangsicherung fortgesetzt werden kann. „Die Konsequenz ist, dass die Arbeiten voraussichtlich bis Ende Dezember dauern werden“, so Kieback.

Eigentlich sollten sie bis Ende November abgeschlossen sein. Ein vorübergehender Rückbau der Baustelle komme auch nicht in Frage, weil Abbau und Einrichtung jeweils etwa einen Tag dauern würden. Außerdem wäre es schwierig, bei der zunehmenden Feuchtigkeit die Gelbmarkierung auf der Fahrbahn aufzubringen. Kieback: „Es tut uns sehr leid, dass die Autofahrer für ein bis zwei Wochen an der ruhenden Baustelle vorbeifahren müssen.“