Drachenfels in Königswinter

Eselsweg muss erneut gesperrt werden

Der Drachenfels.

Der Drachenfels.

Königswinter. Der Drachenfels wackelt nicht als Ganzes, aber am Eselsweg gibt es eine aktute Gefahrensituation. Deswegen muss der Weg für etwa ein Jahr gesperrt werden.

Im Fels sind nach Angaben der Behörde deutliche Verschiebungen und Risse zu beobachten. Es besteht daher akute Gefahr, dass bis zu mehrere Kubikmeter große Gesteinsblöcke sich lösen und auf den unmittelbar darunter verlaufenden, touristisch sehr beliebten Eselsweg herabstürzen, so der aktuelle Lagebreicht der Bezirksregierung Köln vom Donnerstagvormittag.

Durch einen Frost-Tau-Wechsel im Winterhalbjahr kann sich diese teilweise sogar lebensbedrohliche Situation noch verstärken. Eine sofortige Sperrung des Eselsweges sei daher unabdingbar. Die Sperrung wird voraussichtlich ein Jahr dauern. In der Zeit sollen die gefährdeten Stellen mit zusätzlichen Ankern im Felsen verstärkt werden. Um auf den Gipfel zu gelangen, wird ein Ersatzweg über den Kutschenweg ausgeschildert.

Messungen des geologischen Dienstes NRW hatten ergeben, dass die Standfestigkeit des Drachenfelses unterhalb des Bergfrieds nicht mehr gewährleistet ist. Die bereits vorhandenen Sicherheitsmaßnahmen wurden auf Grund der Gesteinsbewegungen als nicht mehr ausreichend bewertet. Das teilte die Bezirksregierung am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Königswinter mit.

Der Drachenfels ist wegen seiner porösen Gesteinsart seit Anfang der siebziger Jahre durch eine Vielzahl von Felsankern und Felsnägeln gesichert. Zu Beginn der 1970er Jahre wurde durch das Land NRW zur Sicherung der Drachenfelsruine und des Eselsweges ein Felssicherungssystem auf dem Drachenfels errichtet. Die Wirksamkeit dieser Felssicherungsmaßnahmen an der Burgruine Drachenfels werden seither vom Geologischen Dienst NRW im Auftrag der Bezirksregierung Köln regelmäßig überwacht.

Der Drachenfels zählt zu den bekanntesten und beliebtesten Naherholungsgebieten im Rheinland. Als ehemaliger Steinbruch diente sein Gestein auch als Baumaterial für den Kölner Dom.